Kranke Kinder gehören nach Hause! Ja, aber….!

Kranke Kinder gehören nach Hause! – so lautet die Überschrift eines Beitrages auf http://eltern-familie.de/2017/03/01/kranke-kinder-gehoeren-nach-hause/. Daniela, die Autorin, spricht mit ihrem Artikel vielen Lesern aus der Seele. Sie beschreibt sehr eindrucksvoll das es mehr und mehr zur Normalität in den Kitas der deutschen Mittelschicht geworden ist Kinder mit Fiebersaft in die Kita zu schicken und auch, das Kinder nicht mehr krank sein dürfen, weil sie sonst für ihre Eltern ein „Problem“ darstellen. Auch die Rolle innerhalb der Familie und die Wünsche des Kindes an seine Eltern sind sehr gut beschrieben.

Im letzten Abschnitt schreibt sie, dass wir „aufhorschen sollen und dass wir endlich einmal innehalten müssen und schauen, was uns da in Wirklichkeit vorgesetzt wird, wenn es um Vereinbarkeit von Beruf und Familie geht“.

Schauen wir uns die Positionen an, die bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie wichtig sind:

  • Die Familie
  • Die Kita
  • Das Kind → die Position ist im genannten Artikel wirklich sehr gut beschrieben – da kann ich nichts weiter hinzufügen. Super beschrieben, Daniela! (Falls du es liest)

Was ist Gesundheit?


Geschichtlich betrachtet war Gesundheit bereits seit der Antike ein hoch bewertetes Ziel der Menschen und eine bedeutsame Voraussetzung für ein glückliches Leben.

Klaus Hurrelmann beschreibt Gesundheit als das Stadium des Gleichgewichtes von Risikofaktoren und Schutzfaktoren, welches dann eintritt, wenn einem Menschen eine Bewältigung der inneren, (körperlichen und psychischen) als auch der äußeren (sozialen und materiellen) Anforderungen, gelingt. Gesundheit ist also ein Stadium, das einem Menschen Wohlbefinden und Freude vermittelt.

Die WHO sagt bereits 1986 dass Gesundheitsförderung auf einen Prozess ab, der allen Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit ermöglicht und sie dadurch zur Stärkung ihrer Gesundheit befähigt.

Aus den Elementen des Gesundheitsbegriffs und dem Umdenken von Pathogenese zur Salutogenese ergeben sich verschiedene Formen von Krankheit vermeidender und gesundheitsfördernder Aktivitäten. In der Prävention sollen von vornherein Krankheiten vermieden und abzusehende gesundheitliche Belastungen beseitigt werden. Man unterscheidet drei Formen der Prävention:

Präventionsform Ziel
Primärprävention Das Auftreten einer Krankheit oder Störung wird verhindert
Sekundärprävention Eine Krankheit oder Störung wird möglichst frühzeitig erkannt und behandelt
Tertiärprävention Ein Rückfall oder eine Chronifizierung einer Erkrankung wird verhindert, mögliche Krankheitsfolgen werden gemildert

Die Prävention orientiert sich am sogenannten Risikofaktorenmodell, dient also primär der Krankheitsverhütung und folgt demnach eher der pathogenetischen Betrachtungsweise.

Die Kita

Erzieherinnen sind oft einem Dauerbombardement von Krankheitserregern ausgesetzt. Das liegt daran, dass Kinder häufiger als Erwachsene an Infektionen erkranken. Durch den engen Kontakt bekommen auch Erzieherinnen häufiger Infekte der Atemwege und typische Kinderkrankheiten.

Mit dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) soll übertragbaren Krankheiten vorgebeugt, Infektionen frühzeitig erkannt und ihre Weiterverbreitung verhindert werden. Nach diesem Gesetz ist die Einrichtungsleitung für ein wirksames Hygienemanagement verantwortlich.

Das Arbeitsschutzgesetz schreibt in Verbindung mit § 8 Biostoffverordnung dem Arbeitgeber vor, biologische Arbeitsstoffe zu ermitteln, die zu einer Gefährdung der Beschäftigten führen können. In Einrichtungen gefährdet vor allem der Kontakt mit Viren von Grippe, Hepatits A, Keuchhusten, Mumps, Masern und Röteln.

Also von dieser Position „eigentlich“ alles ganz klar geklärt!

Die Familie – auch Erzieherinnen leben in Familien!

Rollen in der Familie

Zu den klassischen Rollen in der Kernfamilie zählen die Mutter und der Vater.

Die Gesellschaft hat hohe Erwartungen an die Mutterrolle. Die Mutter gilt als der Mittelpunkt des Familiensystems. Mit der Geburt eines Kindes findet bei einer Frau ein Identitätswechsel statt. Von einer gleichberechtigten Partnerin wird sie für das von ihr abhängige Kind zur verantwortlichen Mutter. In den letzten Jahrzehnten war diese Rolle einem starken Wandel unterworfen. Heutzutage spricht man von der weitgehenden Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau in Bezug auf die Verteilung der Familienverantwortung.

Traditionell ist der Vater für die Sicherung des Familieneinkommens zuständig und damit einen großen Teil des Tages außerhalb der Familie beschäftigt. Dies hat u.a. Auswirkungen auf seinen Anteil an der Kindererziehung, die überwiegend durch die Mutter geleistet wird. Nach wie vor definieren sich viele Männer über ihre Rolle als „Ernährer“, was in Zeiten der Gleichberechtigung der Geschlechter zu Konflikten führen kann.

Heutzutage findet man diese klassische Rollenverteilung in wenigen Familien wieder, eher aber eine Mischform, die eine besondere Herausforderungen an die Entwicklung des eigenen Rollenbildung stellt.

Bei Einelternfamilien werden beide Rollen von einem Elternteil übernommen, welches genauso, wenn nicht sogar eine höhere Herausforderung an die Entwicklung eines eigenen Rollenbildes stellt.

Rollenkonflikte

Innerhalb einer Rolle müssen Menschen unterschiedlichen Erwartungen und Ansprüchen gerecht werden. Rollenkonflikte entstehen immer und überall, wenn unterschiedliche Interessen oder Erwartungen aufeinander treffen.

Man unterscheidet zwei Arten von Rollenkonflikten: den Intra und den Interrollenkonfliket

Interrollenkonflikt

Beim Interrollenkonflikt soll eine Person mehreren Rollen gerecht werden. Sie spielt dabei unterschiedliche Rollen in unterschiedlichen Kontexten.

Das bedeutet für MICH als Person, dass ich Mutter, Partnerin, Kollegin und Arbeitnehmerin bin!

Intrarollenkonflikt

Innerhalb einer Rolle muss der Mensch manchmal unterschiedlichen und teilweise widersprüchlichen Erwartungen und Ansprüchen gerecht werden (unterschiedliche Rollenerwartungen).

Das bedeutet für MICH im Rollenbild der „Erzieherin“, dass ich die Erwartungen der Kinder, der Eltern, der Gesellschaft, des Trägers und der Leitung erfüllen muss.

Kranke Kinder gehören nach Hause!

Ja, aber dann muss auch der Druck von den Eltern genommen werden, die unter den verschiedenen Rollenerwartungen fast zusammenbrechen!


Oder liegt es doch an unseren EIGENEN Erwartungen, die jeder von uns in sich trägt und die wir zu 100 % zufrieden stellen wollen?!

Quellen / Literaturangaben

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