Sinnesspiele mit Schwämme

Uhrzeit : –

Datum: –

Dauer: ca. 20-25 Minuten


Thema :  Sinnesspiele mit Schwämmen

Schwerpunkt- oder Bildungsbereich: Spel und Spaß

Aussagen zur Kindergruppe

Anzahl und Alter

Wir planen das Angebot mit 4-10 Kindern durchzuführen. Diese haben eine Alterspanne von 3-6 Jahren.

Besonderheiten

Da wir die Kinder des Kindergartens nicht kenne, kann ich zu den Besonderheiten dieser Kinder keine Aussagen tätigen.

Vorkenntnisse

Wir gehen davon aus, dass alle Kinder die von uns benutzten Alltags- und Gebrauchsmaterialien von zu Hause kennen.

Wichtig ist uns dabei, dass die Kinder ihren kreativen Blick im Bezug auf ihre Umwelt schärfen.

Begründung der Themenwahl

Situationbezogene Begründung

Wir haben uns für dieses Angebot entschieden leicht zu realisieren ist. Diese elementaren Bausteine können wir für nachfolgende Angebote als Hilfestellung nutzen. Mit leichter zu arrangieren definieren wir hier einen Vergleich mit einem Angebot, wo viel größeres praktisches und theoretisches Fachwissen benötigt wird. (z.B. Bewegungsangebot mit Gefahrenstellen)

Fachtheoretisch Begründung

Spiele zur Förderung der Sinneswahrnehmung

Da sich unser Angebot primär um den eines für die Entwicklung des Kindes wichtigen Refugium handelt, wählen wir ein für uns leicht zu arrangierendes, aber genauso prägendes Angebot, wo wir neben der Vermittlung von den wichtigen Reizen, auch gleichzeitig pädagogische Ansätze realisieren können.

Beginnend möchten wir mit der Wichtigkeit, welche die Sinne der Kinder fördert. Sie wirkt sich nicht nur positiv für die Aktivität des Gehirns aus, sondern fördert auch elementare Grundsteine für die körperliche, emotionale, geistige und kognitive Entwicklung des Kindes.
Uns ist zum einen wichtig, dass die Kinder räumliche Beziehungen verstehen und diese im Bezug auf sich selber auch Wahrnehmen können. Durch Probleme in dieses Stadium der Entwicklung kann es zu  einer Einschränkung des räumlichen Vorstellungsvermögen kommen.

Diese Einschränkung möchten wir vorbeugen, indem die Kinder sich intensiv mit den von uns gewählten Objekten auseinandersetzen können. Wir wollen damit versuchen, dem Kinder diese Umwelt näher zu bringen. Dabei geschieht dies in Form von Bauelement, aber auch bei einem simplen, spielerischen zuordnen der Farben. Wir möchten hier speziell am Ende diese kreative Wahrnehmung fördern, indem wir sie ihre Kunst in Form von bauen ausleben lassen.[1]
Ein anderer Aspekt, welchem wir vorbeugen möchten, ist das haptische und taktile Wahrnehmen von Objekten. Das haptische Wahrnehmung nach Christiane Kiese-Himmel wurde von ihr so definiert, dass Kinder Objekte wahrnehmen können, (Schwamm) ohne sich über die Bedeutung dieses Gegenstandes im Klaren zu sein.

So möchten wir hier den Kinder, ganz nach dem Spruch “Wissen ist Zukunft”,  bei ihrer Wahrnehmung, ein Stützpfeiler sein. Sie haben bei diesem Angebot die Möglichkeit, fremde Objekte als etwas neues und spannendes wahrzunehmen, aber auch  schon erste Erfahrung mit den eigenen Fähigkeiten ihres Körpers zu machen, der sie in ihrem Alter primär interessiert.  Das Ganze wird sich dann bei unserem Angebot mit den Schwämmen in die Praxis umsetzen, da den Kindern hier eine Möglichkeit geboten wird, andere, fremde Objekte als etwas spannendes und Neues zu entdecken.[2]

Abschließend weisen wir noch kurz auf die Wichtigkeit der propriozeptive Wahrnehmung (Eigenwahrnehmung) hin. Diese Wahrnehmung definiert sich als Lage, Kraft, aber auch als Bewegungssinn.  Um diesen Aspekt zu erfüllen, werden wir den Kinder eine Möglichkeit bieten, dass sie ihren Körper in Form von kreativen Spieleinheiten kennen lernen. Um späteren Störungen, die sich z.B. in falscher Dosierung der Balance von Kraft, (hier: beim Wurf eines Balles), oder aber ursprünglichen Dingen, wie das Gehen oder Greifen, vorzubeugen. Äußern wird sich das Ganze dann z.B. beim Einordnen der Farben, wo die Kinder nicht nur auf ihre Umwelt, sondern auch auf ihre eigenen Bewegungen und Aktionen, achten müssen. Einen weiteren Aspekt erfüllen wir, indem wir die Kindern beim spielerischen Aufräumen die Möglichkeit geben,  eine Balance zwischen Schwung und Kraft zu geben.

Grundlegend möchten wir also dieses Angebot durchführen, da wir es beeindruckend finden, wie Kinder es immer wieder schaffen, diese Herausforderung zu meistern und wir den Kindern schon elementare Bausteine für ihre spätere Zukunft geben möchten.[3]

Vorbereitungen

Inhaltliche Vorbereitung

Praktische Vorbereitungen und Angaben zu den eigenen Erfahrungen

Wir kennen das von uns verwendete Spiel aus dem Bewegungsunterricht.
Dort haben wir es selber gespielt und hatten sehr viel Spaß.

Aufgrund dessen haben wir uns entschlossen, dieses Angebot, in gering angepasster und gekürzter Form, mit den Kindern zu spielen.

Hierzu haben wir uns bereits im Vorfeld die Erlaubnis von Frau Barleben geben lassen. Auch dürfen wir die  verwendeten Materialien für unser Angebot am Aktionstag  nutzen.

Als Kind fanden wir es immer sehr spannend, wenn ein männlicher Erzieher Angebote  mit uns durchgeführt hat. Es war etwas komplett neues, als der Alltag mit den Erzieherinnen.
Man lernte neue Grenzen und Bewegungen an seinem Körper  kennen, z.B. das wir Jungens jemanden zum Hämmern und Fußballspielen hatten. Das hatten wir vorher allerdings auch, doch war es kein Mann, und diese Tatsache allein ist letztlich ausschlaggebend, nicht die Qualität des Werken oder des Spielens.

Wissenswertes / Sachwissen


Zum einen wäre da die ausbaufähige Idee. Eine Inspiration, die nicht langweilig wird, aber auch eine, wo der rote Leitfaden immer wieder zu finden ist. Damit definieren wir das wir das es unsere Pflicht ist, individuell so gut wie möglich auf die Ideen der Kinder einzugehen und diese in unserem Angebot aufzunehmen. Dies dient auch der Bereitschaft zur Improvisation. Ob man nun ein Angebot nach Plan ablaufen lassen möchte, oder ob man selbst etwas ausgedacht hat.  Wir müssen uns immer wieder vor Augen halten, dass Mitspieler diese Vorbereitung sprengen können.
 Wir werden versuchen, auf Situationen jeglicher Art vorbereitet zu sein und auch darauf reagieren zu können. Desweiteren müssen wir uns immer an die Ziele, welche wir uns am Anfang gesetzt haben, so gut wie möglich halten. Um allen Kindern ein positives Gefühl zu geben und sie zum Spielen zu motivieren, ist es wichtig, selber Spaß am Spiel zu haben und dies den Kindern zu zeigen. Zusätzlich sollte man seine Anleitungsfunktion aber auch nicht vernachlässigen.

Es ist wichtig, den Kindern die Regeln des Spieles so gut wie möglich zu verdeutlichen. Hierzu bietet sich beispielsweise das vor-machen/spielen an, da Kinder dieser Altersspanne mit bildlichen bzw. bei praktisch vorgemachten Aktionen mehr verstehen, als durch pure Theorie.  Da wir uns selber auf das Angebot freuen und wir sehr gespannt auf die Entwicklung unserer vorbereiteten Hospitation  sind, haben wir uns als Ziel gesetzt, durch eigene Begeisterung am Spiel nicht nur die Motivation als Spielleiter zu fördern, sondern selber ein Teil der Gruppe zu sein und mitzuspielen.

Als letzten Punkt möchte ich das Einfühlungsvermögen  nennen. Mit unseren Entscheidungen wird dieses Angebot stehen und fallen.  Sehr spannend wird es für uns sein, ob wir den Kindern schon erste Erfahrungen mit einem Regelwerk vermitteln können. Da wir dies spielerisch gestalten möchten (siehe letzter Verlaufspunkt) und man Kinder nie einschätzen kann, ist eine 100% Vorhersage auf diese Dinge nicht zu geben. Dies finden wir aber auch nicht schlimm, da wir selber noch am Anfang einer langen Reise stehen.  Wir hoffen,  noch viele neue Erfahrungen sammeln zu können. [4]

Organisation

Materialliste

M1 – Korb

M2 – Rundes Farbtuch

M3 – Schwämme

Verlaufsplanung

Handlungsschritt 1

– In die Gruppenräume gehen um die Kinder
abzuholen um sie dann zum Flur zu begleiten.
– Ich fordere sie auf  ihre Turnschuhe[Sportkleidung]
anzuziehen.
– ggf. leiste ich Hilfestellung
Ich öffne die Tür und gehe mit ihnen in die Turnhalle.

Begründung

– Auf dem Weg
Spannungsaufbau
– Hilfestellung fördert das
Vertrauen zum Spielleiter
– Aufsichtspflicht

Handlungsschritt 2

– mit den Kindern einen Sitzkreis auf der
Boden bilden  (warten, bis alle da sind)
– Spannung aufbauen
( Kinder motivieren ruhig zu werden)
– Ein Kind das will zum Spielleiter holen
und ihm sagen das die Augen schließen soll
– Kind fühlt am Farbtuch und sagt was es fühlt
– Loben
– Andere Kinder, die den Gegenstand
sehen, fragen was es ist
– Äußerungen und Anmerkungen der Kinder
aufgreifen und diese klären bzw. über mögliche
Fragen sprechen:
–   Was ist ein Schwamm?
–   Wieso ist er so weich?
–   Warum darf man sie nicht essen?
– Zeit lassen sich mit den Objekten
auseinanderzusetzen

Begründung

– Veranschaulichkeit schafft
bessere Nachvollziehbarkeit
– motiviert auf nachfolgendes
– Aufmerksamkeit durch
Sitzkreis
– erste taktile spielerische
Aneignungen
– Kindesgemäßen Bezug auf  den Hauptteil
bringen.
– Selbstständigkeit fördern
– Motivieren bei dem Angebot aktiv mit zumachen
– Anerkennung steigert das
eigene Gemüt-
Selbstbewusstseins-
Förderung und das
Selbstwertgefühl
– erste Eindrücke über die
Charaktere der
Kinder bekommen

Handlungsschritt 3

– Die Kinder darauf aufmerksam machen, das die
Schwämme die Farben des Tuches haben
– Den Kindern vormachen wie man die Schwämme
auf dem Farbtuch ablegt.
– Allen Kindern helfen die Aufgabe zu erfüllen.
– ggf .auf unmotivierte Kinder eingehen
– Kinder nochmal fragen, ob sie sich erinnern können,  was Schwämme sind
Erneute Fragen aufgreifen und klären–>
Weiterführung zum Kreativteil

Begründung

– Aktivierung  von
Selbständigkeit
–  Veranschaulichen, um
Objekte besser zu vermitteln

Handlungsschritt 4

– Den Kindern zeigen, das man prima mit den
Schwämmen, Türme u. Burgen usw. bauen kann!
– Den Kinder die Entscheidung lassen, ob sie alleine,
oder in der Gruppe bauen möchten.->
Trotzdem versuchen, die Kinder zur Gruppenarbeit
zu animieren.
– den Kindern helfen ihre Kunst zu vollenden

Begründung

– Kooperationsförderung
– kreativ Förderung
– fördert Selbständigkeit

Handlungsschritt 5

– Mit den Kindern die Bauwerke betrachten
– Betrachten jedes einzelne “Kunst”Werk
ggf. Fragen beantworten
– Aufstehen und die Leistung der Kinder  loben!

Begründung

-steigert Selbstwertgefühl
-Wertschätzung
Aufmerksamkeit durch aufstehen-besseres Verständnis

Handlungsschritt 6 / Abschluss

– Korb aufstellen
– Sagen das sich jedes Kind einen Schwamm
nehmen soll und aus geringer Distanz in den Korb
werfen soll.
Wenn der Korb zu voll wird, alle Kinder bitten, den
Rest reinzulegen.
sich verabschieden

– Kinder aus dem Raum begleiten um ihre Schuhe
wieder auszuziehen
– ggf. wieder helfen
– Kinder in die Gruppenräume zurückbegleiten

Begründung

– spielerisches aneignen von
Regeln.
– propriozeptive
Wahrnehmung-> Wurfübung

Aufsichtspflicht

Anmerkung:

Jeden gleichberechtigt behandeln um keine Diskriminierung zu fördern.
Motivierung durch Mannigfaltigkeit und Jokes. Blickkontakt suchen und halten.

Anhang


Schwungtuch-Spiel

Alter: ab 3 Jahren
Anzahl: 2-10 Kinder
Art: Kreisspiel/Bewegungsspiel
Dauer: ca. 5 Minuten
Material: Schwungtuch
Ort: drinnen und draußen

Beschreibung :

Bei Spielen mit dem Schwungtuch müssen sich die Spieler immer gegenseitig unterstützen, wie  zum Beispiel, wenn man Wellen oder andere Formen mit den Schwungtuch erzeugen muss. So bildet sich eine Gruppendynamik und auch schwächere Mitspieler können mit einbezogen werden. Zu beachten ist hier, dass alle Teilnehmer das Tuch am Rand festhalten und es gleichmäßig bewegt wird. [5]

Variationen:
Schwämme auf das Tuch legen und versuchen alle mithilfe von Schwingbewegungen zu entfernen[Siehe Angebot]
Mit einem Ball in der mitte, welcher nicht runterfallen darf.



Schwungtuch- bauen

Alter: ab 3 Jahren
Anzahl: 2-10 Kinder
Art: Kreisspiel/ Kreativspiel
Dauer: je nach Angebot
Material: Schwungtuch/ Baumaterialien [z.b Schwämme]
Ort: drinnen und draußen

Beschreibung :
Die Kinder suchen sich jeweils einen Platz auf dem Schwungtuch. Ist dies vollendet, wird den Kindern gesagt, dass sie nun nach freien belieben ein Gebilde erstellen dürfen. Materialien etc werden dem Angebot oder dem Thema angepasst.

Varationen:

Kooperationsförderung durch vorherige Gruppenbildung

Literaturangaben / Quellen *

Literatur auf Amazon.de

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