Erschaffen einer Bewegungslandschaft

Aussagen zur Kindergruppe

Anzahl und Alter

Ich möchte das Angebot mit  den Schulkindern zwischen 5-6 Jahren durchführen.

Kind 1 ist 6 Jahre alt

Kind 2 ist 6 Jahre alt


Kind 3 ist 5,2 Jahre alt

Kind 4 ist 5,4 Jahre alt

Kind 5 ist 6 Jahre alt

Kind 6 ist 6 Jahre alt

Kind 7 ist 6,1 Jahre alt

Kind 8 ist 5,9 Jahre alt.

Besonderheiten

Dieses Bewegungsangebot, welches ich unter der Aufsicht meiner Anleitung leiten darf, beruht auf einem wöchentlichem Ritual, was bedeutet, dass jede Kindergruppe( kl. Kinder, Mittl. Kinder, Schulkinder) einmal in der Woche mit dem Turnen an der Reihe ist. Das Angebot wurde mit meiner Anleitung im Vorfeld besprochen.

Vorkenntnisse

Die Kinder benötigen für das Angebot eigentlich keinerlei Vorkenntnisse. Ich werde im Angebot die Materialien benutzen, die sich im Bewegungsraum befinden, da diese den Kindern bekannt sind.

Begründung der Themenwahl

Situationsbezogene Begründung

Ich hatte im vorherigen Praktikum gemerkt, dass es mir sehr viel Spaß gemacht hat mit den Kindern eine kleine Bewegungslandschaft aufzubauen. Diese Methodik habe ich nun wiederholt, indem ich mit den Kindern ein Konzept für den nächsten Sporttag entwickelt habe. Ich bin dabei durch Nachfragen, testen und eigene Ideen der Kinder letztendlich zu diesem Konzept gekommen. Die Euphorie, welches die Kinder mir bei einer “ eigenen” Konzeptvorstellung gezeigt haben hat mich dazu veranlasst mit den Kinder eine Bewegungslandschaft zu bauen, welche den Schwerpunkt: Höhen und Tiefen hat. Da ich den wöchentlichen Ablauf der Turnstunde nicht verändern möchte, werde ich (schon umgezogen) mit den Kindern in die Halle gehen , wo sie die Möglichkeit besitzen sich gemeinsam um zu ziehen.

Wert hierbei lege ich auf das Warten, bis alle Kinder angezogen sind, um das Gemeinschaftsgefühl nicht durcheinander zu bringen. Ein Kind könnte sich dadurch verletzt und ausgeschlossen fühlen. Einen Akzent, dass sie mir nicht egal sind werde ich setzten, indem ich den langsameren Kindern beim Anziehen helfen werde, wenn die anderen schon fertig sind. Methodisch werde ich daraus aber keine große Nummer machen, da sich das Kind sonst bedrängt fühlen könnte.

Fachtheoretische Begründung

Anlässlich des Themas möchte ich den Kindern, abschließend zum Thema bauen, die verschiedenen Höhenunterschiede zeigen. Sie sollen sich selber einschätzen lernen, wie z.B. beim Klettern in die Höhe, sich aber auch ausprobieren können,indem sie z.B. balancieren.  Es ist für ein Kind nicht immer leicht die Verhältnisse zwischen Hoch und tief zu verstehen, weshalb ich ihnen zeigen möchte, dass jede kleinere Erhöhung schon eine neue Stufe an Mut und Selbstüberwindung bedeutet. Anlässlich des Bauen eines Turmes können die Kinder sich hier vorstellen, wie groß es sein könnte, wenn man ganz oben auf einem hohen Turm steht. Diese Bewegungsstunde fördert verschiedene Sinnessysteme. Die Bewegungshürden die ich vorbereitet habe zielen auf die Bein/Becken und Handmuskulatur (hauptsächlich Taktil) ab. Die Kinder müssen so verschiedene Stationen, mit unterschiedlichen Höhen/Tiefenverhältnissen bewältigen. Dies trainiert die Tiefensensibilität.

Das Aufwärmen hat neben dem Aufwärmen auch das Ziel, dass die Kinder durch kreative Ideen bei Bewegungsspielen ihre eigene Kreativität zeigen dürfen. So ist es z.B. bei Spielen, wie Schwarzer Peter nötig eine Bewegung vor zu machen, die alle andere Nachahmen. Da ich nicht bestimmten möchte, welches Spiel wir spielen , werde ich den Kindern hier den gezielten Freiraum lassen. Die Kinder bekommen somit auch ein Gefühl der Demokratie vermittelt, da wir durch Abstimmen, sowieso Mitspracherecht eine gemeinschaftliche Lösung finden. Generell gehört das Turnen zur Bewegungserziehung und fördert einerseits den Muskelaufbau, andererseits die natürliche Lebensfreude von Kindern. Sie sind meist voller Energie und benötigen dafür ein Ventil. Es dient dazu die motorischen Fähigkeiten zu stärken und gewährleistet so eine gesunde Entwicklung.

Vorbereitungen

Inhaltliche Vorbereitung

Praktische Vorbereitungen und Angaben zu den eigenen Erfahrungen

Eine genaue Vorbereitung des Raumes wird mit der Skizze deutlich. Ich werde alle störenden Faktoren, wie z.B. den Materialientisch in den Materialraum  stellen, die Vorhänge für eine offenere und schönere Atmosphäre öffnen, sowieso die Bewegungshürden zurechtlegen. Hier sei angemerkt, dass meine Anleiterin über meine erste Bewegungshürde Bescheid weiß und mir beim Aufbauen helfen wird.

Wissenswertes / Sachwissen

Die Matten welche ich als Aufprallschutz für die Kinder nutzen werde sind übliche Sportmatten. Ich werde die Matten aber nur an Stellen verwenden, wo die Kinder höher als ihren eigenen Kopf klettern.  Die Materialien, welche ich für die Bewegungshürde nutze , sind aus weichem und standhaften Stoffe, ohne Kanten, an denen sich die Kinder verletzen könnten. Die Ecken des Raumes sind abgerundet. Die Bänke lassen sich leicht an einem Ende an einer Stange aufhängen

Organisation

Materialiste

  • Sportmatten
  • Klettergerüst
  • Bänke
  • Netz
  • Bälle
  • Springbock ( umgedreht)

Verlaufsplanung

Ziel: Bewegungsbaustellen verstehen und meistern

Handlungsschritt 1

Ich gehe mit den Kindern in den Bewegungsraum.Wenn wir angekommen sind, werde ich den Kindern sagen, dass sie sich wie gewohnt umziehen sollen.

Mögliche Situation:Ein Kind ist nicht schnell genug beim umziehen.Vorschlag:Dem Kind helfen sich um zu ziehen.
Die anderen Kinder werden in dieser Zeit, wie es für sie gewohnt ist, zum  Erzieher gehen, wenn sie fertig sind.Umgezogen im Bewegungsraum werde ich die Kinder, wie sie es auch kennen, ein Spiel zur Aufwärmung spielen. Dieses dürfen sie sich aussuchen. Besondere Vorgaben meinerseits gibt es keine.
Ich werde bei dem ausgesuchten Spiel darauf achten, dass jedes Kind mindestens einmal an der Reihe war, mich eingeschlossen.

Begründung

– Ritual des Umziehen bereitet die Kinder auf die folgende Bewegungsstunde vor

– Helfen als Handlungsweise in dieser Situation verhindert ein Vorführen des Kindes

– Spiel zu Beginn dient der Aufwärmung
– Kinder werden bei der Entscheidung miteinbezogen, es findet Partizipation statt

– Vorgabe dient dazu, dass sich die Kinder an vorgegebenen Regeln orientieren können und somit zu einem gemeinsamen Spiel finden
– wenn sich die Vorgänge wiederholen wird das Erlebte gleichzeitig immer mehr gefestigt.(Bezug auf Rituale-> Aufwärmspiel)

Handlungsschritt 2

Wenn alle Kinder an der Reihe waren werde ich die Mittagskinder fragen, ob sie sich noch an die zahlreichen Ideen erinnern können, als wir vor 2 Tagen etwas zusammen im Bewegungsraum gebaut haben.
Mögliche Situation: Die Kinder können sich nicht erinnern.Vorschlag:Ich gebe den Kindern einen Denkanstoß, indem ich eines der Hürden aufbaue und sie danach frage, ob sie sich jetzt erinnern können.
Nachdem nun einige Fragen(dazu später mehr) geklärt wurden, bitte ich jedes Kind sich nun zu zweit  ein Teil des Materials zu nehmen und es an meine vorgegebene Stelle zu legen.Die Kinder die fertig sind dürfen sich hinsetzen.
Methodisch werde ich mich bemühen es so zu realisieren, dass ich die Kinder jeweils Frage, welche Höhe (Schwierigkeitsgrade) sie selber möchten.
Nachdem ich mit den Kindern alles aufgebaut habe, bitte ich sie noch kurz auf die Bank zu gehen.
Ich weise ich noch kurz und prägnant auf die Gefahrenstellen hin, welche sich z.B. in der Höhe ergeben könnten
Methodisch werde ich die Kinder spezifisch nach der Reihe fragen, auf welche Dinge wir besonders achten müssen (Z.b Rücksicht, Nacheinander klettern).Alternative: Ich frage die Kinder, auf welche Gefahren wir achten müssen und wiederhole diese laut und deutlich für alle.
Die Kinder stellen sich auf und beginnen nacheinander den Parkour zu bewältigen.
Ich werde, wenn es nötig ist, für jedes Kind Hilfestellung geben. Ich werde mich hier aber nur anbieten und mich nicht aufdrängen. (Wenn ein Kind beim balancieren , meiner Erachtens, Angst hat reiche ich meine Hand hin. Das Kind hat so die Möglichkeit selbst zu entscheiden, ob es meine Hilfe annimmt.)Nach mehrmaliger Wiederholung  frage ich die Kinder, ob sie eine weitere Idee hätten, wie wir den Parkour schwerer gestalten könnten.
Dabei gebe ich Impulse zur Vergrößerung der Abstände von Matte zur Treppe z.B. so:Meint ihr, dass ihr es schafft über die Trampoline zu springen, wenn der Abstand noch größer ist?
Mögliche Situation:Die Kinder werden rufen, dass sie das doch mit Leichtigkeit schaffen werden.Vorschlag:

Den Kindern die Chance lassen die Bewegungshürden mit größerem Abstand zu meistern.
Der daraus entstehende Parkour wird öfters wiederholt.

Begründung

– Durch das Nachfragen bereite ich die Kinder auf die kommende Bewegungsbaustelle vor und  verbinde dieses mit den bereits gesammelten Erfahrungen bei dem letzten Parkour

– Arbeitsform der Partnerarbeit

– Prinzip der Veranschauung

– das Verweisen auf die Gefahrenstellen ermöglicht den Kindern kommende Gefahrenquellen besser einzuschätzen und zu umgehen.

– Prinzip der Individualisierung

– diese Wiederholungen sind wichtig, damit sich diese bei den Kindern festigen, sie Bewegungsabläufe lernen zu verstehen

Handlungsschritt 3

Ich bitte die Kinder, die wissen wo die Materialien verstaut werden, wieder zu zweit alles an die alte Stelle zu räumen, damit wir noch ein Abschiedsspiel nach ihrer Wahl spielen können. Einleiten werde ich das Ganze so:
Nachdem ihr nun so super aufgeräumt habt, spielen wir nun noch ein Spiel zusammen. Je nach Antwort der Kinder wird das Abschlussspiel gespielt. Dabei darf jedes Kind einen Vorschlag nennen, damit am Ende demokratisch abgestimmt werden kann, welches Spiel wir spielen.Nachdem dieses Spiel beendet ist. endet auch mein Angebot mit dem gemeinsamen umziehen mit den Kindern.
* Die Begriffe in Klammern sind Beispiele.

Begründung

Hier wende ich nun eine für die Kinder bekannte Taktik des Kindergartens an, indem das ruhigste Kind belohnt wird, da es  sich ein Spiel aussuchen darf.(und nicht immer ICH ICH ICH rufen)

– ein gemeinsames Aufräumen fördert nochmals das Zugehörigkeitsgefühl, da jeder eine Aufgabe hat und der Gemeinschaft dadurch hilft.


Bemerkung: Es wird während des Angebots immer wieder vorkommen, dass die Kinder die Platzierung der Materialien verändern. Ich werde mich bemühen dieses sofort zu korrigieren.

Literaturangaben / Quellen *

Quellen auf Amazon.de
Quellen aus dem Internet

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.

Menü