Buchbetrachtung: Die Drei Räuber

Uhrzeit:

Datum:

Dauer: ca. 15-25 Minuten

Aussagen zur Kindergruppe

Anzahl und Alter


Ich plane das Angebot mit 5-8 Kinder durchzuführen, die eine Alterspanne von 3-6 Jahren haben.

Kind 1 ist 3 Jahre alt

Kind 2 ist 5,8 Jahre alt

Kind 3 ist 5,2 Jahre alt

Kind 4 ist 4,6 Jahre alt

Kind 5 ist 5,11 Jahre alt

Kind 6 ist 5,1 Jahre alt

Kind 7 ist 5,7 Jahre alt

Kind 8 ist 5,10 Jahre alt

Besonderheiten

Genauer kann ich im Rahmen der Hospitation leider nicht auf die Kinder eingehen. Positiv ist, dass ich im Rahmen von vergangenen Hospitationen meiner Mitschüler schon ein grobes Spektrum an Verhaltensweisen der Kinder sehen konnte und darauf reagieren kann. Leider ist es für mich ungewiss,  welche Kinder von den Erzieherinnen gewählt werden. Aufgrund dieser Unkenntnis musste ich ein Märchen nehmen, welches von den Jüngeren, wie auch den älteren Kindern verstanden werden kann.

Vorkenntnisse

Die Kinder haben bereits Erfahrungen mit Märchen gesammelt. Es gab in dem Kindergarten zwar kein explizites Ritual, bei dem Märchen vorgelesen wurden, doch wurde gelegentlich  ein Märchentag angeboten. Dieses Wissen lässt erahnen, dass die Kinder zumindest schon einmal wissen, was Märchen sind und ich diese im kleinen Rahmen aufgreifen kann. Das Wissen habe ich durch Mitarbeiter des Kindergartens selber in Erfahrung gebracht.

Begründung der Themenwahl

Situationsbezogene Begründung

Freundschaft, Familie, Angst und Mut, all dies sind Dinge, mit dem sich das Märchen “Die drei Räuber” befasst. All dies sind Themen, an die ein Mensch sein ganzes Leben arbeiten muss. Sei es die Verarbeitung von sozialen Erlebnissen, oder die Einordnung von Gefühlen. Ich möchte in diesem Angebot diesen fortlaufenden Prozess aufgreifen und den Kinder die Wichtigkeit  dieser Themen näher bringen und ggf erweitern. Meiner Meinung nach, eignet sich die angehängte Version des Märchens “Die drei Räuber” sehr gut,  da sie gerade für Kinder, die nicht so viele Märchen vorgelesen bekommen, ein guter und simpler Einstieg in die Welt des Märchens ist und auch für Kinder, die sich bereits mit dem Thema Märchen befasst haben von Interesse sein wird.

 Ich bin der Meinung, dass diese Geschichte den zeitlichen Anforderungen im Rahmen der Möglichkeiten einer Hospitation passend trifft, da ich somit  mit den Kindern dieses Märchen  reflektieren und eine erweiternde Vertiefung realisieren kann.

Fachtheoretische Begründung

Märchen enthalten viele Motive, die dem kindlichen Denken und emotionalen Bedürfnissen eines Kindes im Vorschulalter entsprechen. Ein Märchen entfaltet sich dabei beim Erzählen, wodurch  Kinder das Erzählte sofort in ihr Herz schließen und verinnerlichen.

Die Nutzung von Märchen können für die Entwicklung folgende Faktoren fördern:

  • Kreativität
  • positives Denken, Optimismus
  • Vermittlung  von Werten
  • Erleben von Sinnhaftigkeit
  • Selbstvertrauen

Die Kreativität zeigt sich hier durch die Vorstellungsgabe. Während meines Vortrags werde ich immer wieder kleinere Aktionen, wie die wörtliche Rede, Betonung, oder Fragen stellen. Dies hängt damit zusammen, dass ich durch die Art der Vortragsweise bei den Kindern  ihr Gedankengut anrege und sie dieses Märchen nicht nur vorgelesen bekommen, sondern dieses leben können. In Märchen endet alles immer gut, was die Kinder dazu verleitet,  auch an den Optimismus zu glauben. Es zeigt den Kindern, dass man niemals aufgeben soll, nach “Regen” immer wieder die “Sonne” scheint, und man nicht alleine auf der Welt ist.  Neben dem Optimismus, ist ein weiterer Aspekt hierbei auch das Selbstvertrauen.

Mit “gut” meine ich, dass die Gerechtigkeit am Ende immer siegt und das Böse seine alten Ziele verwirft und so ein positives Ende zu erkennen ist. Da sich Kinder in ihrer eigenen Welt bei einer Geschichte befinden, erleben sie die Geschichte aus einer ganz anderen Perspektive  als Erwachsene.

Das Erleben von Sinnhaftigkeit ist hier viel intensiver, wenn man sich in seiner eigenen Welt befindet, die man gestalten darf, wie man will. So ist das Märchen also wichtig für die kindliche Sozialisierung. Den Kindern wird ermöglicht, wichtige kulturelle Erfahrungen zu machen durch die Helden in den Märchen.  Als Nebeneffekt sind Märchen sehr geeignet, auf kindliche Bedürfnisse oder Ängste einzugehen. Es ist mir bewusst, das  Märchen von  Kindern auch anders interpretiert werden  und diese dann Angstzustände entwickeln können!  Deshalb wähle ich ein Märchen, welches sich weniger mit der Thematik der Angst und des Todes beschäftigt und somit von den Kinder weniger  interpretiert werden kann.

Quelle: (1)

Vorbereitungen

Inhaltliche Vorbereitungen

Als ich auf der Suche nach einem passenden Märchen alle mir zur Verfügung stehenden Quellen recherchiert habe,  bin letztendlich auf das Märchenaktionsbuch in der Bücherei gestoßen. Länge und Schwierigkeit des Märchens habe ich nach den bisherigen Erfahrungen  gewählt.  Inhaltliche Methoden, wie das Betonen von Schlüsselwörtern, das langsame Vorlesen, sowieso das spannende Gestalten von Märchen haben wir im Rahmen des Sprache/Medien Unterrichts besprochen.  Da ich aber der Meinung bin, dass ich noch mehr Fachwissen in ein Märchen bringen sollte, habe ich mich noch im Internet informiert…..(siehe Fachwissen/Sachwissen). Um mich auf das Märchen optimal einzustimmen und auf mögliche Fragen vorbereitet zu sein, schrieb ich im Vorfeld eine kurze, aber prägnante Märchenanalyse.  

Dieses wurde mittels der Methodik “Pozek-Schlüssel” analysiert. Des Weiteren las ich mir das Märchen öfters durch, um Pausen und Betonungen finden und setzen zu können. Dieses sind jeweils farbig markiert. Ferner  habe ich mir Gedanken über die atmosphärische Gestaltung des Raumes gemacht. Mehr dazu unten.

Praktische Vorbereitungen und Angaben zu den eigenen Erfahrungen

Normalerweise würde ich eine gemütliche Leseecke bevorzugen, da diese für die Kinder eine besondere Atmosphäre besitzen. Da im Rahmen der Hospitationen leider nur die Turnhalle zu belegen ist, werde ich das Angebot hier durchführen. Vorbereiten werde ich zum einen den Zylinder, welcher erst durch  aufdecken des Buches die Geschichte einleitet und anschließend als Symbol zur Verbundenheit mit der Geschichte dient. Die Vorhänge werde ich während meines Angebots schließen um eine märchenhafte ( z.B. die Räuberhöhle) Atmosphäre zu gestalten. Damit die Kinder nicht auf dem kalten Boden sitzen müssen, werde ich für die Kinder Sitzkissen in Form eines Halbkreises in der Nähe des Fensters( für das Vorlesen-> Licht) legen. Die Vorhänge werde ich größtenteils schließen, jedoch  darauf achten, dass genügend Licht auf mein Märchenbuch fällt um vor zu lesen. hier zeigt sich nochmal ganz deutlich, dass die Position eines Märchenerzählers sehr relevant für eine Märchenerzählung ist.

Des Weitern habe ich den Ablauf der Geschichte verinnerlicht und kann diese fast auswendig. Auch habe ich die Geschichte auf eventuell unklare Worte untersucht und   mit dem POZEK Schlüssel analysiert, um mir nochmal genauer  die Aussagen des Märchens bewusst zu werden.

Betreuer 1:

Als Kind hat mir meine Mutter immer vor meiner Nachtruhe ein Märchen vorgelesen. Dies war für mich ein unerlässliches Ritual! Es lag einfach daran, dass ich diese Minuten mit meiner Mutter immer ganz alleine und innig verbringen durfte, wobei ich zugleich immer eine eigene (heile) Welt haben durfte.   Hier zeigt sich, dass Nähe sehr wichtig ist, doch darf ich nicht vergessen, dass ich nicht in der Position bin, als ein Elternteil zu agieren. Nähe ist ein sehr wichtiger Aspekt, doch sollte man ihm im Rahmen der Hospitation, wo auch mehrere Kinder anwesend sind, nicht überziehen. Als Vorschlag würde sich hier anbieten, jedem Kind eine besondere individuelle Aufmerksamkeit zu schenken, aber die Gesamtgruppe nicht zu ignorieren. ( z.B durch Fragen, auf Fragen eingehen, Äußerungen aufgreifen). Diese Kenntnis habe ich Betreuer 2 schon mitgeteilt, da wir ein Team sind, welches sich auch ergänzt. Verschiedene Blickwinkel und Sichtweisen fügen weitere Aspekte hinzu.

Betreuer 2:

Als Kind habe ich auch immer Märchen vorgelesen bekommen und fand es immer sehr schön mich auf die Märchenwelt einzulassen. Dies geht nur durch fließendes Lesen und das Vermeiden von störenden Situationen, weshalb ich mir in der Planung genau Gedanken gemacht habe, an welcher Stelle der Geschichte man Gespräche zulassen kann, um möglichst ungestört die Geschichte vortragen zu können.  Des Weiteren habe ich mir, um die Geschichte besser vorlesen zu können, Markierungen gemacht und bereits meinen Mitschülern vorgelesen, um weitere Stolperfallen vorzubeugen. Diese Kritik, wie z.B. das langsamere Lesen, das Gestikulieren, habe ich mir mit Freude angeeignet.

Auch hat mir Betreuer 1 mal seinen Vorschlag des Vorlesens eines Märchens gezeigt, wobei wir genug Gesprächsstoff hatten, um uns gegenseitig ergänzen zu können.

Wissenswertes / Sachwissen

Bewusstmachen mit Sprache umzugehen

Bevor ein Erzieher mit Methoden der Spracherziehung anfängt, sollte man sich über folgende Dinge Gedanken gemacht haben:

Was muss ich über Sprache und Sprachentwicklung wissen?

Welche Voraussetzungen und Einschränkungen bringen Kinder mit?

Welches Sprachverhalten lebt der Erzieher (ich) ihnen vor?

Die vier Komponenten von Sprache

  • Prosodische Kompetenz (Erzählen, Fabulieren “fantasievoll erzählen”) beinhaltet die Wahrnehmung der klanglichen und rhythmischen Eigenschaften der Sprache des Umfeldes. Melodiekurven, Gestik und Mimik weisen auf die sozial- emotionale Bedeutung des Hören hin und auf die grammatischen Strukturen.
  • Die linguistische Kompetenz (Aufmerksamkeit für Schrift und Bildsymbole) bezieht sich auf Lautverbindungen, Laute und ihre Bedeutung auf die Grammatik. Beim Sprechen lernen erfasst das Kind phonologische Strukturen z.B. Reimwörter wie Haus/Maus. Das erleichtert neue Wörter zu lernen.
  • Sprachbewusstsein (Sprache untersuchen, entdecken, mit Sprache spielen)
  • Pragmatisch-kommunikative Kompetenz (Vorlesen)

Quelle: (2)

Anleiten/Improvisation

Zuerst  wäre da die ausbaufähige Idee. Eine Inspiration, die nicht langweilig wird, aber auch eine, wo der rote Leitfaden immer wieder zu finden ist. Damit definiere ich, dass es meine Pflicht ist, individuell so gut wie möglich, auf die Ideen der Kinder einzugehen und diese in meinem Angebot aufzunehmen. Dies dient auch der Bereitschaft zur Improvisation. Ob man nun ein Angebot nach Plan ablaufen lassen möchte, oder ob man sich selbst etwas ausgedacht hat.  Ich muss mir immer wieder vor Augen halten, dass Mitspieler diese Vorbereitungen verändern  können. Ich werde versuchen, auf Situationen jeglicher Art vorbereitet zu sein, um auch darauf reagieren zu können.  Auf diese werde ich in der VP nochmal näher eingehen.

Des Weiteren muss ich mich immer an die Vermittlung meiner Ziele aus der situationsbezogenen Begründung, welche ich mir  am Anfang gesetzt habe, so gut wie möglich halten. Das heißt, seine Rolle als Erzähler ernst nehmen, um so dem Kind die bereits genannten Ziele nahe zu bringen. Um allen Kindern ein positives Gefühl zu geben und sie (hier: zum Zuhören)  zu motivieren, ist es wichtig, selber Spaß am Spiel zu haben und dies den Kindern zu zeigen. Wichtig dabei sind mir  Blickkontakt und aufmunternde Worte oder Gesten. Zusätzlich sollte man seine Funktion als Anleiter aber auch nicht vernachlässigen und so störende Kinder möglichst ohne das Angebot zu stören beruhigen, beispielsweise durch wechseln des eigenen Platzes neben das Kind.

Da dies ein Raum ist, der eine besondere Stellung für die Kinder hat, (Bewegung(!!!!), nicht selten in Verbindung mit Förderungsangeboten) sollte man diesen Raum weitgehend so verändern, dass die Kinder diesen Raum als einen anderen wahrnehmen. So lässt sich z.B. ein Tor zur Märchenwelt, anstatt der Tür verwenden, um in die Märchenwelt einzutreten; oder einen Tunnel, um diese zu verlassen.  Ein gewisses Maß an  Veränderung  haben wir schon mit der abgedunkelten Atmosphäre geschaffen.  Wir werden versuchen einen Tunnel in diese Märchenwelt zu gestalten um mittels dieses Tunnels den Kindern den Eintritt in eine “andere” Welt zu verschaffen. Thematisch möchten wir hier einen Tunnel nehmen, da dieser die Räuberhöhle darstellen wird, wo in der VP hingewiesen wird.. Zuerst wollten wir diese Idee dementieren, da wir unsere lang durchdachte Planung nicht mit halbfertigen Ideen füllen wollten, jedoch möchten wir Erfahrungen sammeln und probieren dies nun aus.

Organisation

Materialliste

  • Zylinder
  • Märchenbuch mit dem Märchen “Die drei Räuber”
  • Sitzkissen
  • Bildkarten
  • Märchentunnel (Tisch//Matte)

Verlaufsplanung

Ziel: Einstieg in die Märchenwelt

HS 1 Einleitung

Ich stelle einen schwarzen Zylinder in die Mitte des Raumes. Darunter liegt das Märchenbuch mit der Geschichte “Die drei Räuber”.  Die Sitzkissen lege ich wie auf der Skizze beschrieben hin. Ich möchte hier anmerken, dass ich einen Halbkreis geplant habe, diesen jedoch technisch nicht besser realisieren konnte. Mein Platz ist hierbei in der Legende gekennzeichnet und befindet sich unmittelbar in der Lichtquelle eines Fensters.

Angebotsvorbereitung, um die Plätze der Kinder festzulegen und so Störungen zu vermeiden.
Mein Platz werde ich zentral in einem Halbkreis platzieren.

Betreuer 1 kommt mit den Kindern durch den Tunnel (in eine andere Welt) in den Raum. Ich begrüße die Kinder freundlich und werde sie bitten, dass sie sich auf die Sitzkissen setzen, wenn sie das nicht schon gemacht haben.
Mögliche Situation:Ein Kind weiß nicht, wo es sich hinsetzen soll.Vorschlag/Lösung:Dem Kind erklären, wo es sich hinsetzen kann und ihm die Sitzkissen zeigen.

Jedes Kind hat seinen eigenen Platz

Materialeingabe erfolgt durch Spannungsaufbau und späterer Spannungsentlastung

Nachdem alle Kinder im Kreis sitzen und auf den Hut gucken, warte ich auf Ideen der Kinder. Ich greife diese auf und versuche sie auf unser Märchen vorzubereiten. Hier werde ich nun nach  Abschluss dieser Phase sagen, dass wir uns in einer Räuberhöhle befinden, die man nur durch einen kleinen Spalt erreichen konnte.  Deswegen erzähle ich ihnen, dass sich das heutige Märchen, was ich mitgebracht habe, auch um Räuber handelt.

Hier beziehe ich die Kinder mit ein, um das Thema zu erarbeiten.

Durch das Beschreiben  der Ideen wird Sprache gefördert.

HS 2 Vorlesen

Ich nehme mir das Buch und fange an die Geschichte “Der drei Räuber” vor zu lesen. Hierbei halte ich mich an meine Textmarkierungen im anhängenden Text unter 5.1. Ich werde nach jedem Sinnabschnitt eine kurze Pause machen, Blickkontakt zu den Kindern aufbauen und eventuell aufkommende Fragen, sowie nicht bekannte Wörter klären.

Märchenbücher bringen Atmosphäre

(anstatt Vorleseblättern)

Methodisch werde ich möglichst das Prinzip der Kindgemäßheit verwenden, um den Kindern möglichst vertiefend die Geschichte vor_ zu_ lesen.

Bei der ersten Pausenmarkierung werde ich die Kinder kurz nach ihrer Meinung über die Räuber fragen. Es ist mir wichtig, dass die Kinder sich hier kritisch über Räuber äußern, dass sie beispielsweise Dinge wegnehmen, die ihnen gar nicht gehören! Natürlich könnten die Kinder hier auch anmerken, dass manche Gegenstände einfach zu den Räubern gehören.  Dies halte ich aber für nicht schlimm, da sich durch verschiedene Meinungen erst die Spannung unter den Kindern aufbaut

Eigene Meinung zu äußern und zu dieser zu stehen, ist ein wichtiger Prozess für Kinder.
Meinungsbild der Kinder akzeptieren und dieses Akzeptanz auch vermitteln.

Meinungsverschiedenheiten) und ich hier beim “Richtigstellung” nur die Essenz des Märchen nehmen würde. Des Weiteren besagt das Fachwissen aus dem Unterricht, dass man den Kinder das Märchen selbst interpretieren lassen soll und ich hier nur ein Meinungsbild mit den Kindern vergleichen könnte, mich aber nicht auf die sachlich/fachlichen Ebene beziehe.

mögliche Situation:

Nicht alle Kinder möchten etwas dazu sagen.

Lösung/Vorschlag: Es ist bei einer Fragestellung dieser Art nicht relevant, dass es jedes Kind seine Meinung äußert. Wenn ein Kind dies nicht möchte, sollte man es auch nicht zwingen!

Meinungsbild der Kinder untereinander wird akzeptiert durch selektives Zuhören.

Nachdem die Kinder ihre Meinung gesagt haben, lese ich die Geschichte weiter vor und halte mich hierbei an meine Markierungen. Ich werde zudem versuchen möglichst viele Wörter mit Gesten zu untermalen Beispiel: Zeile 2: “Der Erste hatte eine Donnerbüchse.” (Eins mit dem Finger zeigen) “Der zweite hatte ein Blasebalg mit Pfeffer.” ( Zwei Finger zeigen) “Der dritte hatte ein riesiges rotes Beil.” Dies könnte dann so aussehen:

Prinzip der Veranschauung- Verbildlichung

Ist die Geschichte zu Ende gelesen, werde ich das Buch zur Seite legen. Ich fange jedoch nicht sofort an zu reden, da ich den Kindern Zeit geben möchte alles zu verarbeiten. (Ich werde innerlich die Sekunden zählen, um den Kindern wirklich Zeit zu lassen, die Geschichte zu verstehen (ca. 60 Sek–> Ist nach Absprache mit unserer Lehrerin ein geeigneter Zeitraum) Wenn die Kinder in dieser Zeit aber schon Eindrücke über die Geschichte äußern, werde ich natürlich drauf eingehen. Ich beginne nach einiger Zeit nun meine Worte mit: “Was hat euch gut an dem Märchen gefallen?”

Kinder benötigen die Zeit, um Ereignisse schlüssig verarbeiten zu können. Bewusst nehme ich hier nicht die Frage, was den Kindern am Märchen NICHT gefallen hat, da ich die positiven Aspekte bestärken möchte und nicht die negativen.

Sie brauchen mir das Märchen nicht wiedergeben, sondern sollen mir erzählen, was sie behalten haben. Ferner fördert dies auch die Sprache der Kinder.
Keine Angstzustände fördern- positive Aspekte hervorheben

HS 3 Gespräch//Reflexionsrunde

Zur Vertiefung werde ich nun mit den Kindern ins Gespräch gehen und Aussagen der Kinder aufgreifen  Sollten die Kinder nicht anfangen zu Sprechen gehe ich zum nächsten Handlungschritt über. (Hierbei werde ich aktives Zuhören-aus dem Deutschunterricht anwenden)

mögliche Situation:

1) Kind sagt,  dass ihm die Räuber gut gefallen haben.

1)Lösung/Vorschlag:  “Name”, du sagst also, dass dir die Räuber gut gefallen haben. Was hat dir den an den Räubern gut gefallen?

Da ich im Abschluß mit den Kindern das Märchen durchgehen möchte, muss ich hier darauf achten, dass ich nicht zu viel vorweg nehme.

Wenn die Kinder keine Ideen mehr haben und noch zentrale Stellen der Geschichte unklar sind, werde ich diese versuchen, durch Fragen mit den Kindern zu erarbeiten.

Zentrale Punkte sind:

  • Tifferney hatte keine Angst vor den Räubern
  • die Räuber waren ja gar nicht böse, da sie den ganzen Weisenkindern geholfen haben.

Mögliche Gesprächsimpulse könnten so formuliert werden: Ein Kind erzählt von Tifferneys Entführung

-> Ja und Tifferney hatte gar keine Angst vor den Räubern. Tifferney hat sich ja sogar gefreutdas sie entführt wurde!

Mögliche Frage ist:

Wieso hatte Tifferney den keine Angst vor den Räubern?

Wenn sich das Gespräch in eine andere Richtung entwickeln sollte, die der “Reflexionsrunde” förderlich ist, lasse ich mich natürlich auf die Kinder ein. Dieses Vorgehen halte ich für wichtig, da ich erst abschätzen muss, wie viel die Kinder von der Geschichte verstanden haben, um ihnen Fragen stellen zu können.

Methodisch werde ich einen Gesprächsimpuls setzen und dann weitgehend versuchen, dass die Kinder über ihr eigenen Eindrücke/Meinungen konstruktiv diskutieren.
.Dazu werde ich die Aussagen der Kinder aufgreifen,   um so den Kindern  Hilfestellung zu geben und Hintergründe zu erkennen.- Einbeziehen der Kinder- Anregungen der Kinder; aufgreifen zeigt ihnen Akzeptanz.

Wenn die Kinder keinen Gesprächsbedarf mehr zeigen, werde ich den Kindern sagen, dass ich als letztes mit ihnen noch ein Spiel mache möchte. Dazu werde ich die von mir vorbereiten Bildkarten herausholen und mit den Kindern besprechen, was auf dem Karten zusehen ist.  Danach werde ich die Bildkarten von den Kindern in die richtige Reihenfolge legen lassen und die Handlung /Aktionen benennen lassen. Dies werde ich die Kindern überwiegend selbständig erledigen lassen und nur Denkanstöße(Impulse) geben. Dies werde ich durch zeigen der Handlungen und durch Kommunikation mit den Kindern realisieren. Ich könnte die Kinder z.B. Fragen, woher sie wissen, dass diese Bildkarte die Richtige ist, oder welche Gedanken sie in diesem Moment hatten. Ausganspunkt dieses Impuls ist es, dass sich die Kinder ihre Welt  selbst erschließen wollen. (z.b von Thesen, die sie gebildet haben).  Diese kann ich durch zielgerechte Fragen realisieren.

Zusätzliche Wiederholung der

Geschichte dient der Vertiefung

Vorbereitung auf das Angebotsende

Spielerische Wiederholung der Geschichte

Einleitung des Abschlusses durch die Bildkarten
Prinzip der Kindgemäßheit

HS 4 Ende

Abschließend begleite ich alle Kinder zurück in den Gruppenraum.

Abschließend gehen die Kinder wieder durch den Tunnel in ihr Alltagsleben und ich begleite sie in den Gruppenraum zurück.

Gebietet einem die Höflichkeit

POZEK-Schlüssel

Personen

drei grimmige Räuber = Sind zu Beginn des Märchens böse, und stehlen anderen Menschen sinnlos Dinge, ohne etwas mit ihrem Reichtum anzufangen. Tifferney verändert ihr Leben und gibt ihrer Existenz einen Sinn. Nachdem sie Tifferney kennen, stehlen sie nicht mehr und stetzen ihr Vermögen dafür ein, auch anderen Waisenkindern ein Zuhause zu geben.

wunderliche alte Tante = Tiffany hat vor der wunderlichen alten Tante so viel Angst, dass sie sich freut, als sie entführt wird.

Tiffany = Ist ein Waisenkind und soll bei ihrer wunderlichen alten Tante aufwachsen. Sie wird aber von den drei Räubern entführt und ist der Grund, dass die Räuber ein Schloss für Waisenkinder eröffnen.

andere Waisenkinder = Wachsen in dem Schloss auf und beziehen sobald sie alt genug sind, Häuser in der Nähe und errichten aus Dankbarkeit für die 3 Räuber je einen Turm. Der Turm ist nach der Bedeutung eines Symbollexikons ein Zeichen der Größe, ein Zeichen dem Himmel nahe zu sein, ein Zeichen der Unerreichbarkeit und ein Zeichen des Schutzes. All dies trifft auch auf die 3 Räuber zu.

(3)

Ort

Das Märchen findet an 3 Hauptschauplätzen statt:

am Wegesrand, wo sie Tifferney überfallen.

in einer Höhle in den Bergen, wo Tifferney ihren Reichtum entdeckt.

in einem Räuberschloss, was sie für die Waisenkinder gebaut haben.

Zeit

Frühling/Sommer (nicht genau erwähnt) Die Geschichte von Tifferny dauert etwa einen Tag. Jedoch vergehen gegen Ende des Märchens mehrere Jahre, wie beispielsweise an der Formulierung: “sobald sie alt genug waren, um zu heiraten”, deutlich wird.

Ereignis

Drei grimmige Räuber überfallen eine Kutsche und nahmen Tifferny mit in die Räuberhöhle. Dort entdeckt Tifferney den Reichtum der 3 Räuber, die nicht wussten, was sie mit dem Gold machen sollten. Weil ihnen Tifferney so gut gefiel, kauften sie ihr ein Schloss und nahmen mehr Waisenkinder auf. Alle Waisenkinder, die im Schloss aufwuchsen, bauten sich in der Nähe ein Haus, bis eine Stadt entstand, um die sie eine Stadtmauer bauten mit 3 Türmen zu Ehren der 3 Räuber.

Kern

Aus diesem Märchen kann man mehrere Kernaussagen ziehen:

Tifferney wurde von Räubern entführt und hat sich darüber gefreut, da sie so nicht zu ihrer wunderlichen Tante musste. Dies kann man auf mehrere Weise interpretieren:  Tifferneys Verhalten sagt mir, dass sie ihrem Schicksal vertraute und sie wusste, dass sich alles zum Guten wenden würde. Alternativ könnte es auch sein, dass sie so viel Angst/Langeweile/Einsamkeit bei ihrer Tante gehabt hätte, dass es  besser gewesen wäre, entführt zu werden. Als nächstes sehe ich die Rolle der Diebe als einer der Kernaussagen in dieser Geschichte. Sie  stahlen ihr ganzes Leben nur Leute, wussten aber nichts mit ihrem Reichtum anzufangen. Dies änderte  sich erst,  als Tifferney  in  ihr Leben trat und den Diebstählen einen Sinn gab.


So wurden die  schlechten Taten auf einmal für einen guten Zweck eingesetzt  und half so vielen Waisenkindern. Tiffany erweist sich als geeignete Identifikationsfigur, da sie als starkes Mädchen charakterisiert wird und in dem Märchen trotz Angst Mut verkörpert. Tiffanys  Figur kann so Kindern Mut machen, auch schwierige Situationen zu bewältigen.Des Weitern beschäftigt sich das Märchen mit dem Thema Freundschaft und Familie, die Tiffany zu den Räubern aufbaut. Das Waisenkind Tiffany findet in den drei Räubern eine Art „Ersatzfamilie“.

Literaturangaben / Quellen *

Literatur auf Amazon.de
Quellen aus dem Internet
  • http://www.familie.de
  • http://www.psy.lmu.de/
  • http://www.symbolonline.de/
  • Bildkarten sind Screenshots aus dem Film “Die 3 Räuber”

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