Buchbetrachtung: Rudi der Weihnachtself

Uhrzeit : –
Datum: –
Dauer: ca. 20-35 Minuten
Thema : Weihnachtsmärchen
Schwerpunkt- oder Bildungsbereich: Sprache/Medien

Aussagen zur Kindergruppe

Anzahl und Alter

Für mein Angebot habe ich die Schulkinder im Alter von 5-6 Jahren eingeplant.  Da in meiner Gruppe () Schulkinder sind werde ich diese mitnehmen.

Kind 1 ist 6 Jahre alt

Kind 2 ist 5,8 Jahre alt


Kind 3 ist 5,2 Jahre alt

Kind 4 ist 5,4 Jahre alt

Kind 5 ist ist 5,11 Jahre alt

Kind 6 ist 6,1 Jahre alt

Kind 7 ist 5,7 Jahre alt

Kind 8 ist 5,10 Jahre alt

Besonderheiten

In der Kindergartengruppe gibt es viele Kinder, die einen erhöhten Förderbedarf im Bereich der Sprache aufweisen. Ebenso sollte erwähnt werden, dass einige Kinder einen Migrationshintergrund besitzen.

Dieses Märchen  möchte ich mit den Schulkindern erarbeiten, da es sich für diese Altersgruppe am Meisten eignet. Alle meiner ausgewählten Kinder haben die Gemeinsamkeit, dass sie bald eingeschult werden. Mir ist dabei aufgefallen, dass sich die Kinder in zwei Gruppen aufteilen.(Mädchen+Jungs) Wenn sie dann doch zusammenspielen sollten, dann immer im Gleichen Zusammenhang. Durch das Angebot möchte ich dies verändern.

Vorkenntnisse

Da das Märchen die Thematik der Weihnachtszeit und Engel beschäftigt kennen die Kinder das Thema schon. Desweiteren sind sie schon an Märchen gewöhnt, da jeden Freitag Märchentag im Kindergarten ist. Ein weiter Punkt ist, dass den Kindern in der Weihnachtszeit viele Weihnachtsgeschichten vorgelesen werden. Ob dies bei den ausländischen Kinder auch der Fall ist, kann ich nicht sagen. Da jede Religion aber ihre eigenen Feste feiert und diese sich öfters mit den katholischen überschneiden, denke ich, dass dies kein Problem sein sollte.

Da mir das Märchen vorher auch unbekannt war, stelle ich mich drauf ein, dass den Kinder das Märchen auch nicht bekannt ist.

Begründung der Themenwahl

Situationsbezogene Begründung

Da Weihnachten und das Neujahrsfest immer näher rücken, passt das Märchen gut in die bevorstehende Weihnachtszeit. Anlässlich dessen, dass der Kindergarten diese Thematik aufgreifen wird, habe ich mir bestimmte Kinder ausgesucht, um dieses Thema einzuleiten. Ich wählte die Schulkinder, da sie in den letzten Tagen ein paar Konflikte zu haben scheinen. Ich möchte hier das Zusammengehörigkeitsgefühl der Kinder wieder stärken. Zudem scheint mir die Gruppe in letzer Zeit ein wenig unruhig, weshalb ich ruhe in die Gruppe bringen möchte. Dies lässt sich mit den Großen am Besten realisieren, da die kleineren auch auf die Großen schauen.(neben den Erziehern).

Mir ist aufgefallen, dass die Jungen, genauso wie die Mädchen,viel unter sich spielen. Durch das Angebot möchte ich die Gruppe näher zueinander bringen und die Kontakte erweitern und festigen. Hier sei angemerkt, dass ich mit den Eltern der ausgewählten Kindern im Vorfeld gesprochen habe, dass ich die Kinder für mein Angebot nehmen würde und ob sie an dem Tag auch zugegen sind.

Fachtheoretische Begründung

Märchen enthalten viele Motive die dem kindlichen Denken und emotionalen Bedürfnissen eines Kindes im Vorschulalter entsprechen. Ein Märchen entfaltet sich dabei beim Erzählen, wodurch Kinder das erzählte sofort in ihr Herz schließen und verinnerlichen.

Die Nutzung von Märchen können für die Entwicklung folgende Faktoren fördern:

  • Kreativität
  • positives Denken, Optimismus
  • Vermittlung  von Werten
  • Erleben von Sinnhaftigkeit
  • Selbstvertrauen

Kreativität bezeichnet sich hier durch die Vorstellungsgabe. Am Ende meines Angebot wird diese, neben dem Denken während des Vorlesen, durch ein Bild noch verinnerlicht. Die Kinder haben hier die Möglichkeit zu denken, aber auch sofort das Gedachte in ein Objekt(Bild) zu projizieren. In Märchen endet alles immer gut, was die Kinder dazu verleitet  auch an den Optimismus zu glauben. Es zeigt den Kindern, dass man niemals aufgeben soll, nach regen immer wieder die Sonne scheint, und man niemals alleine auf der Welt ist. Neben dem Optimismus ist ein weiterer Aspekt hierbei auch das Selbstvertrauen. Da sich Kinder in ihrer eigenen Welt bei einer Geschichte befinden, erleben sie die Geschichte aus einer ganz anderen Perspektive, als Erwachsene.

Das Erleben von Sinnhaftigkeit ist hier viel intensiver,wenn man sich in einer eigenen Welt befindet, die man gestalten darf, wie man will. So ist das Märchen also wichtig für die kindliche Sozialisierung.Den Kindern wird ermöglicht, wichtige kulturelle Erfahrungen zu machen.  Als Nebeneffekt sind Märchen sehr geeignet auf kindliche Bedürfnisse oder Ängste einzugehen.

Vorbereitungen

Inhaltliche Vorbereitung

Als ich mich nach einem passenden Märchen  für mein Angebot gesucht habe, bin ich auf  die unten stehende Seite gekommen und mich für eines der Märchen entschieden. Länge und Schwierigkeit des Märchens habe ich nach den bisherigen Erfahrungen im Thema, unter Berücksichtigung der wöchentlichen Märchen, abgestimmt. Inhaltliche Methoden, wie das Betonen von Schlüsselwörtern, das langsame Vorlesen, sowieso das spannende Gestalten von Märchen habe ich in einem Gespräch mit der integrativen Fachkraft erarbeitet.

Praktische Vorbereitungen und Angaben zu den eigenen Erfahrungen

Um mich auf das Märchen optimal einzustimmen und auf mögliche Fragen vorbereitet zu sein, habe ich im Vorfeld eine kurze, aber prägnante Märchenanalyse geschrieben. Desweiteren habe ich mir das Märchen öfters durchgelesen, um Pausen und Betonungen setzen und finden zu können. Ferner, so habe ich mir Gedanken über die atmosphärische Gestaltung des Raumes gemacht. Mehr dazu unten. Der Märchenraum eignet sich perfekt für dieses Angebot, da dieser Raum nicht nur eine besondere Stellung für die Kinder hat, sondern dieser auch vor Lärm von Außen schützt. Da die Kinder dieses Märchen Ritual schon kennen, werde ich an der üblichen Formation nicht viel ändern.(siehe Raumskizze). Was ich aber vorbereiten werde ist ein Stück Stoff, auf den ich den späteren Engel legen werde.  Um noch einen kleinen Akzent zu setzen, werde ich 2 Kerzen neben dem Engel stellen, die ich später anzünden werde. Die Materialien selber lege ich solange neben mich.

Wissenswertes / Sachwissen

Da sich meine Thematik um ein Weihnachtsmärchen handelt,  benötigt es auch eine passende Atmosphäre. Es ist meiner Meinung nach daher unerlässlich, dieses Angebot mit der gewählten Anzahl an Kindern durchzuführen, um die benötigte Nähe zu halten Es ist wichtig, dass ich beim Vorlesen einige Punkte beachte. Einer davon ist eine langsame, aber deutliche Aussprache, damit die Kinder dem Märchen auch folgen können. Die Betonung von wörtlicher Rede, die eine Änderung der Stimme, sowieso ein aufschrecken etc näher verdeutlichen sollte, ist auch angebracht. Ferner sind Pausen für die Kinder relevant, da sie das Gehörte verinnerlichen können und sich auf neue Ereignisse einstimmen können. Abschließen lässt sich auch sagen, dass es für die Kinder wichtig ist, nicht direkt mit Fragen überschwemmt zu werden, sondern ihnen die Zeit zu geben die Wirkung des Märchens sacken zu lassen.

Bewusstmachen mit Sprache umzugehen

Bevor ein Erzieher mit Methoden der Spracherziehung anfängt, sollte man sich über folgende Dinge Gedanken gemacht haben:

Was muss ich über Sprache und Sprachentwicklung wissen?

Welche Voraussetzungen und Einschränkungen bringen Kinder mit?

Welches Sprachverhalten lebt der Erzieher (ich) ihnen vor?

Die vier Komponenten von Sprache

  • Prosodische Kompetenz (Erzählen, Fabulieren “fantasievoll erzählen”) beinhaltet die Wahrnehmung der klanglichen und rhythmischen Eigenschaften der Sprache des Umfeldes. Melodiekurven, Gestik und Mimik weisen auf die sozial- emotionale Bedeutung des Hören hin und auf die grammatischen Strukturen.
  • Die linguistische Kompetenz(Aufmerksamkeit für Schrift und Bildsymbole) bezieht sich auf Lautverbindungen, Laute und ihre Bedeutung auf die Grammatik. Beim Sprechen lernen erfasst das Kind phonologische Strukturen z.B. Reimwörter wie Haus/Maus. Das erleichtert neue Wörter zu lernen.
  • Sprachbewusstsein (Sprache untersuchen, entdecken, mit Sprache spielen)
  • Pragmatisch-kommunikative Kompetenz (Vorlesen)

Quelle: (2)

Organisation

Materialliste

  • 2x Kerzen
  • 1x Gr. Engel
  • 2x kleine Engel
  • 1x Dekostoff
  • Xx Papier
  • Buntstift

Verlaufsplanung

Ziel: Einführung in das Thema Weihnachten

Handlungsschritt 1
Ich gehe mit den Kindern in den Märchenraum. Wenn wir dort sind, werde ich die Kinder bitten die übliche Sitzhaltung für Märchen einzunehmen.
Mögliche Situation:Ein Kind weiß nicht, wie es sich hinsetzen soll.
Vorschlag:Dem Kind erklären, wie wir uns immer hinsetzen. Da der große Engel in die Mitte der Märchenrunde gestellt wurde(siehe Skizze), werden die Kinder diesen sofort wahrnehmen. Ich werde diese Situation aufgreifen und die Kinder fragen, was sie sehen. Damit die Kinder ein größeres Spektrum an Eindrücken bekommen, wie ein Engel  assoziiert wird, gebe ich den Kinder zwei kleine Engel. Hiermit sollen sie die Engel genauer ansehen und ihn beschreiben.

jedes Kind hat seinen eigenen Platz
Hier beziehe ich die Kinder mit ein, um das Thema zu erarbeiten
Sie erfühlen den Engel, wodurch die taktile Wahrnehmung gefördert wird. Durch die Beschreibung der Engel wird die Sprache der Kinder angeregt.

Handlungsschritt 2
Wenn alle Kinder die Engel in der Hand hatten und sie wieder zu mir überreicht werden, stelle ich Rudi vor.Wichtig hierbei anzumerken ist, dass der Name ´´Rudi´´ hier von wichtiger Bedeutung ist, da mit dem Namen erst die Personifizierung stattfindet. Als kleinen Akzent während meines Märchens werde ich Rudi in die Mitte der Runde legen, damit die Kinder ihn immer betrachten können.Ich leite die Geschichte ein, indem ich den Kinder erzähle, dass Rudi und ich eine Geschichte mitgebracht haben-

Durch die Vorstellung bekommt der Engel eine eigene Persönlichkeit, wodurch er  lebendiger und vertrauter wirkt.
Es ist mir hierbei wichtig, dass die Kinder zusammenhänge verstehen, sich ggf in Rudi rein versetzen könnenDie Vorstellung, dass ich Rudi in die Mitte lege, bezeichnet einmal die Symbolik des Märchens, dass die Kinder einen festen Bestandteil des Märchens vor sich sehen, aber auch, dass er lebendiger wirkt.

Handlungsschritt 3
Bevor die Geschichte beginnt, werde ich die zwei Kerzen, welche ich vorbereitet habe nun neben Rudi legen.Bevor ich diese aber anzünde, werde ich  mit den Kindern noch kurz erarbeiten, auf was wir alles achten müssen, damit sich niemand verletzt. Ist dies erledigt, zünde ich die Kerzen an.

Ich stelle mit den Kinder die Regeln auf, damit sich keiner verletzt. Durch das Einbeziehen der Kinder  und meiner Wortwahl, sehe ich mich als Teil der Gruppe, wodurch die Kinder merken, dass sie mir wichtig sind.

Handlungsschritt 4
Ich fange an das Märchen zu lesen, wobei ich auf Pausen, wörtlicher Rede, sowieso Betonungen achte. In solchen Momenten, wie z.B. einer Pause, könnte ich die Kinder fragen, wie die Geschichte wohl weiter gehen wird.
Bei der lebendigen Gestaltung eines Märchens ist es desweiteren wichtig, dass ich meine Stimme den Geschehnissen anpasse. So sollte ich bei einer düsteren Person meine Stimme dunkler gestalten, während ich bei einer schüchternen Person auch schüchtern spreche.

Pausen fördern, dass Kinder das Gehörte aufnehmen und in sich verarbeiten können, aber genauso um sich auf weitere Ereignisse einzustimmen.

Handlungsschritt 5
Ist die Geschichte zuende gelesen, werde ich das Buch zur Seite legen. Ich fange jedoch nicht sofort an zu reden, da ich den Kinder Zeit geben möchte alles zu  verarbeiten.Ich beginne nach einiger Zeit nun meine Worte mit :, Was hat euch gut an dem Märchen gefallen, was nicht?´´Kinder benötigen die Zeit um Ereignisse schlüssig verarbeiten zu können.

Sie brauchen mir das Märchen nicht  wiedergeben, sondern sollen mir erzählen, was sie behalten haben. Abschließend fördert dies auch die Sprache der Kinder

Handlungsschritt 6
Ich gehe mit den Kindern zurück in meine Gruppe und erzähle ihnen, dass sie nun die Möglichkeit besitzen ein Bild zu malen, welches die Geschehnisse der Geschichte thematisieren sollen.
Wenn dies geschehen ist, hänge ich die Bilder auf und das Angebot ist beendet.

Durch Malen können Kinder ihre Gefühle und Emotionen viel prägnanter ausdrücken. Dies ist eine wundervolle Variante mit den Kinder ein Märchen zu reflektieren. Zudem ist es ein schönes Andenken
Als kleinen Nebeneffekt lernen die Kinder hier auf das Ordnungsbewusstsein.

POZEK-Schlüssel

Personen

Rudi = Rudi ist der Protagonist bei diesem Märchen. Rudi möchte ein Weihnachtsengel sein und zieht so mit vielen anderen Engeln durch die Straßen.

Christkind = Das Christkind ist mit Engel Gabriel und vielen weiteren Engel unterwegs um Geschenke zu verteilen.

Diverse Personen = Rudi verteilt an verschiedene Menschen Kerzen um sie glücklich zu machen.

Ort

Das Märchen findet an einer großen Straße/ Stadt statt. Dabei zieht Rudi von Haus zu Haus, bis hin zu einer Hundehütte.

Zeit

Das Märchen spielt in der Weihnachtszeit.

Ereignis

Rudi verteilt Kerzen an verschiedene Menschen. 

  1. Zu einer alten Frau
  2. zu einem Kind, welches im Hospital liegt
  3. zu einem Dieb
  4. zu einem Bauer
  5. zu einer Hundehütte

Kern


Das Märchen behandelt das Thema Nächstenliebe. Es zeigt, dass jeder Mensch gleich behandelt werden sollte und jeder ein Anrecht auf Glück besitzt.

Literaturangaben / Quellen *

Quellen aus dem Internet

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