Buchvorstellung: Blöde Ziege Dumme Gans!

Heute stelle ich Ihnen eine neue Buchvorstellung für den Primarbereich vor. Bei Rückfragen bitte einfach einen Kommentar hinterlassen.

Buchvorstellung – Blöde Ziege – Dumme Gans

Bibliographische Angaben:

  • Titel: Blöde Ziege
  • Autor: Isabel Abedi
  • Illustrator: Silvio Neuendorf
  • Verlag: ARS Edition GmbH München
  • Erscheinungsjahr: 2002

Äußere Erscheinungsform:

Format: Das Buch hat in etwa DIN A4 Format

Art des Einbandes: Durch Buchbindung Faden und Klebstoff

Bilduntersuchung:


Die Bilder wirken durch ihre Farbgebung sehr lebendig, weil sie helle, bunte Farben aufweisen und so gut die Gefühle wiedergeben. Gelungen finde ich auch, dass das Buch von beiden Seiten gelesen werden kann. Einmal von der Seite der Gans, einmal von der Seite der Ziege. Die Geschichte ist in kurzen, sachlichen Worten geschrieben und die Bilder sind sehr aussagekräftig. Hierdurch ist es  möglich, das Buch zu verstehen ohne den Text lesen zu müssen.

Inhalt:

Die Geschichte wird einmal von der Seite der Ziege beschrieben,die aus dem Kindergarten kommt mit Wut auf die Gans. Sie erzählt alles der Mutter und die Ziege beschließt nicht mehr mit der Gans zu spielen. Am Nachmittag ist aber alles schon vergessen und die Ziege läuft zur Gans herüber, um mit ihr zu spielen. Dann muss man das Buch umdrehen und liest es aus der Sicht der Gans, die aus dem Kindergarten kommt mit viel Wut auf die Ziege.  

Innere Darstellung:

Aufbau:

Aufbau: Große Bilder und wenig Text. Auf  einigen Bild-Doppelseiten  kommt in etwa 1/4 Text.

Die Mitte des Buches kommt ohne Text aus.

Stil und Technik: 

Die Bilder wurden großzügig im Comicstil gezeichnet und weisen starke Ähnlichkeiten zur realen Welt auf. Des Weiteren  konnte anhand der Mimik und Gestik der Figuren gut erkannt werden, welche Gefühle die Tiere  symbolisieren.  So kann das Buch  auch schon  von Klein – Kindern verstanden werden. Das Konzept des Perspektiv- Wechsels ist seit Jahren schon erfolgreich.

Lyrische Gattung: Geschichte

Textuntersuchung:

Die Bilder im Buch visualisieren eigentlich durchgehend Schlussszenen des im Buch geschriebenen Textes.

Die Sätze sind durchgehend recht kurz und beschränken sich fast ausschließlich auf Hauptsätze, ferner sind sie im Präteritum geschrieben.

Bewertung des Inhalts:

Thema:

Das Buch thematisiert das Thema “Zanken und Versöhnen”  

Die Geschichten beinhalten die wichtigsten Grunderfahrungen aus dem Alltag der Kinder.

  • Streit               Versöhnen
  • wegnehmen    zurückgeben
  • verlieren          gewinnen
  • zugeben          entschuldigen

Außerdem bietet der Wechsel der Perspektive, sich in die Rolle  des anderen zu versetzten und zu begreifen, wie der andere fühlt.

Rollendarstellung:

Die Gans kommt aus dem Kindergarten und ärgert sich über die Ziege. Die Ziege hat sie schon den ganzen Tag  geärgert.  Sie möchte nie wieder mit der Ziege spielen.

Doch am Nachmittag hält es die kleine Gans nicht mehr aus und geht zur Ziege.

Genau so ergeht es der Ziege. Nie wieder möchte sie mit der Gans spielen.Doch alles erinnert sie an die Gans und sie entschließt sich zur Gans zu gehen.

Konfliktdarstellung:

In diesem Buch kommt jede “ Partei “ zu Wort.

Ziege und Gans sind gute Vorbilder für Kinder, wenn es um das Lösen von Konflikten geht. Jede der Parteien hat seinen eigenen Anfang im Buch, da das Buch von vorn und von hinten  gelesen werden kann.  In der Mitte des Buches sind Ziege und Gans wieder versöhnt.Dies kann auch symbolisch gedeutet werden, denn wenn immer ein Mittelweg gesucht wird, verliert keiner sein Gesicht.

Förderungsmöglichkeiten durch das Bilderbuch

Kognitiver Bereich:

Vom Betrachter wird gewünscht, sich in die dargestellten Personen zu denken. Man soll in die Geschichte mitgenommen werden, um für sich selbst zu einem Ergebnis geführt zu werden.

Emotionaler Bereich:

Die Gans sieht nicht mehr den schönen Tag. Sie denkt nur an die blöde Ziege, die sie schon den ganzen Tag geärgert hat. Sie erzählt alles der Mutter und dabei wächst die Wut noch mehr und sie möchte nie mehr mit der Ziege spielen. Aber alles im Kinderzimmer erinnert die Gans an die Ziege. Es wird ihr schnell langweilig zu so verzeiht sie der Ziege und beide sind überglücklich. Bei der Ziege ist es genauso. Es wird nur von der anderen Seite geschildert. Wie die Gans, die Ziege auslacht, ihr alles wegnimmt und immer da zwischen schnattert.

Lernabsicht:

Die Anderen nicht ausreden lassen, beim Malen ausgelacht zu werden oder Anderen alles wegnehmen, verletzt oder beleidigt den Spielkamerad. Hierdurch entsteht schnell Streit. In diesem Buch konnte man beide Parteien kennen lernen und so erkennen, das es beiden gleich ergangen ist. Ziege und Gans erkannten dies selber und versöhnen sich.

Kriterien zum Lesealter

Sehr gut wird in dem Buch bildlich dargestellt, wie sich der Ärger  (Wut, Zorn…) immer mehr aufstaut, je mehr man drüber nachdenkt. Doch allein auf dem Zimmer denkt man schnell an die Erinnerungen und entschuldigt sich. Da das Buch von beiden Seiten gelesen werden kann, liest man es einmal aus der Sicht der Gans und einmal aus der Sicht der Ziege. In der Mitte die Versöhnung, ganz ohne Worte . Dies können auch schon die Kleinsten gut erkennen.

Resümee und persönliche Stellungnahme


In diesem Buch ist das Thema Streit sehr ansprechend und kindgerecht behandelt worden. Das das Buch von beiden Seiten gelesen werden kann, bekommt man die Gefühle von beiden Seiten mit. So können schon die Kleinsten erkennen, das es der Gans genau so ergeht, wie der Ziege. Beide sind am Streit gleichermaßen Schuld. Doch die Einsamkeit und  die Erinnerungen lassen schnell vergessen, was den Ärger ausmachte. In der Mitte des Buches treffen sich Gans und Ziege zur Versöhnung.

Quellen auf Amazon.de


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