Buchvorstellung: Ich will! sagt der kleine Fuchs

Heute stelle ich Ihnen eine neue Buchvorstellung für den Primarbereich vor. Bei Rückfragen bitte einfach einen Kommentar hinterlassen.

Buchvorstellung – Ich will! sagt der kleine Fuchs

Bibliographische Angaben:

      • Titel: Ich will! sagt der kleine Fuchs
      • Autor: Manfred Mai
      • Illustrator: Christine Georg
      • Verlag: Ravensburger Buch-Verlag AG
      • Erscheinungsjahr: 2001

Äußere Erscheinungsform:

Format: Das Buch hat in etwa DIN A4 Format

Art des Einbandes: Durch Buchbindung Faden und Klebstoff

Bilduntersuchung:


Die Bilder wirken durch ihre Farbgebung, die oftmals helle Farben aufweisen,  sehr lebendig und sind in einem Comic Stil gemalt worden. Dies merkt man daran, dass auch Füchse menschliche Eigenschaften und Gefühle annehmen, die auch im Bild visualisiert wurden. Hierdurch ist es  möglich das Buch zu verstehen, auch ohne den Text zu lesen.

Inhalt:

Wenn im Wald nicht alle nach seiner Nase tanzen wollen und er niemanden zum Spielen findet, wird der kleine Fuchs fuchsteufelswild. Dann stampft er wütend auf den Boden, jagt der Feldmaus hinterher, versucht die Krähe von ihrem Ast zu reißen oder tritt nach dem Igel – und das nur, weil die Waldbewohner seinen Befehlen nicht gehorchen und lieber Fellputzen, Würmerpicken oder unter Holundersträuchern dösen wollen. Aber die anderen Tiere wissen sich zu wehren — und so hat das verwöhnte Einzelkind am Ende Krähenschiss auf seinem Kopf und Igelstacheln in der Pfote. Als dann auch noch der Hase sein Möhrengeschenk verschmäht, muss der kleine Fuchs erkennen, dass man Freundschaft nicht nur nicht erzwingen, sondern auch nicht kaufen kann: Und das sind zwei große Schritte weg vom kleinen und hin zum schlauen Fuchs.

Wie der kleine Fuchs schließlich doch noch lernt, auch den Willen der anderen Tiere zu akzeptieren und im Bären am Ende dadurch einen neuen Spielkameraden findet, erzählt diese Geschichte.

Innere Darstellung:

Aufbau: Auf jede Doppelseite Bild kommt wenig Text

Stil und Technik: 

Die Bilder wurden im Comicstil gezeichnet und weisen starke Ähnlichkeiten zur realen Welt auf. Des Weiteren wurde das Schimpfwort, welches eine zentrale Rolle im Buch einnimmt, im Text symbolisiert und kann auch von Kindern gelesen werden.

Lyrische Gattung: Geschichte

Textuntersuchung:

Die Bilder im Buch visualisieren eigentlich durchgehend Schlussszenen des im Buch geschriebenen Textes. Die Sätze sind durchgehend recht kurz und beschränken sich fast ausschließlich auf Hauptsätze, ferner sind sie in der Gegenwart geschrieben.

Bewertung des Inhalts:

Thema:

Das Buch thematisiert das Thema Egoismus, und  lässt sich wohl sehr gut auf eine bereits oder gerade erlebten Lebensphase anpassen.

Rollendarstellung:

Der kleine Fuchs möchte das alle nur nach Nase tanzen. Ansonsten wird er wütend , knurrt sie an und tritt sogar nach ihnen.

Konfliktdarstellung:

Die Ich-Bezogenheit des Fuchs stellt dieses Buch sehr gut dar.

.Immer müssen alle nur so wie er es möchte. Wenn die Waldbewohner dies nicht möchten, wird er böse. Doch bald schon merkt er, dass sein Egoismus ihn einsam macht. Niemand möchte mehr etwas mit ihm zu tun haben. Schließlich trifft er einen Bären. Beide spielen mit einem Ball. Er wird sogar zum Essen eingeladen und der Fuchs merkt wie schön es sein kann, auch wenn nicht alles nur nach seiner Nase geht.

Förderungsmöglichkeiten durch das Bilderbuch

Kognitiver Bereich:

Vom Betrachter wird gewünscht, sich in die dargestellten Personen zu denken. Man soll in die Geschichte mitgenommen werden, um für sich selbst zu einem Ergebnis geführt zu werden.

Emotionaler Bereich:

Der kleine Fuchs denkt immer nur an sich. Wenn er spielen möchte, dann sollen die anderen sofort mit ihm spielen. Doch dann merkt der Fuchs, dass niemand mehr mit ihm spielen will. Er ist traurig und allein. Erst als er auf den Bär trifft und mit ihm Ballspiel, merkt er wie schön es sein kann, auch wenn nicht alles nur nach ihm geht. Er isst sogar Fisch, bei der Bärenfamilie, obwohl er Fisch gar nicht gerne isst. Beide werden Freunde und der kleine Fuchs ist überglücklich.

Lernabsicht:

Streit gibt es überall, auch unter Geschwistern.  Wichtig  ist es sich wieder zu vertragen, miteinander  zu reden und  zu seinen Fehlern zu stehen und sich zu entschuldigen. Auch wenn dies manchmal schwer fällt.

Kriterien zum Lesealter

Sehr gut wird in dem Buch bildlich dargestellt, wie man durch Egoismus  sich selber unbeliebt  und dadurch einsam macht. Egoismus  ist schädlich für jede Freundschaft. Dies kann man auf jeder Seite an den dargestellten Tiere erkennen. Ferner kann man anhand der Gestik und Mimik aller beteiligten  nachvollziehen, wie sich der Fuchs und sein Gegenüber  fühlt. Dies können auch schon die Kleinsten gut erkennen.

Resümee und persönliche Stellungnahme


In diesem Buch ist das Thema  Egoismus  sehr ansprechend und kindgerecht behandelt worden.  Solange man nur sich und sein eigenes Handeln in den Mittelpunkt stellt, ist es schwer, sein Gegenüber damit  zu begeistern. Meist erntet man nur Missmut oder Ablehnung. Erst als aus dem ICH ein WIR wird, öffnen sich Türen, die man vorher nie wahrgenommen hat. Dieses Symbol ist selbst für die Kleinsten gut zu erkennen durch die Einladung in die Wohnung und dann als er zum gemeinsamen Mahl eingeladen wird. Essen schafft Gemeinschaft und das  Gefühle können selbst  Kinder beim Essen erleben. Wichtig finde ich auch sehr gelungenen positive Stimmung, die  gut zu erkennen ist beim gemeinsamen Spiel mit allen beteiligten des Buches.am Ende. Ein nicht ganz leichtes Thema.

Quellen auf Amazon.de

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