Der Facebook Führerschein: Umgehensweise für Jugendliche

Entstehung

Dadurch das die Einrichtung nach dem „Milieupädagogischen Konzept nach  Bruno Bettelheimes arbeitet war es ganz wichtig ein bleibendes Projekt zu erstellen. Es war z.B. wichtig sich mit folgenden Punkten auseinanderzusetzen, welche gleichzeitig als meine Beobachtungsgrundlage dienen sollten:

  • Beobachtungen in der freien Zeit
  • Aussagen der Mitarbeiter
  • Planungen der Jugendlichen ( Gruppenversammlung, in der Kita z.B. ein Parlament)
  • Medienzeit – teilweise von mir begleitet

Ich konnte sehen dass die Jugendlichen sehr viel Zeit auf FB verbracht haben, diese begrenzte Zeit aber oftmals mit „Teilen“ und „Liken“ verschwendet haben. Nach Absprache mit meiner Anleitung kam ich auf die Idee eines FB Projekts. Um ein Projekt, welches für mich selbst in der Form auch Neuland war, bestmöglich zu realisieren, brauchte es eine gute Planung. Nachdem ich die Praxis und Theorie durchgearbeitet hatte kam ich auf die Idee das Projekt in Bausteine zu gliedern und zu überlegen was ich vermitteln muss.

  • Beiträge nur Freunden sichtbar machen 
  • Freundeslisten pflegen – “Arbeit” als “Blacklist”
  • Chronik-Beiträge verstecken
  • Facebook-Gruppen Gründen 
  • “Markierungen” zustimmungspflichtig machen
  • Bewusster Umgang mit persönlichen Daten
  • Berechtigungen für Apps einsehen
  • Recht am eigenen Bild, AGB´S

Dies hat den Vorteil das die Jugendlichen und ich eine Richtlinie hatten an die wir uns halten konnten. Am Ende sollte ein runder Abschluss mittels einer Evaluation der Gesamtgruppe erfolgen. Um aber expliziter planen zu können muss man sich im Heim mit den Kindern vielschichtig auseinandersetzen.


Baustein 1 – Planung des Vorhabens//Idee Sammlung

Baustein 2 –  Umgang mit Facebook Teil 1

Baustein 3 –  Umgang mit Facebook Teil 2

Baustein 4 – Information für Mitarbeiter Baustein

Baustein 5 – Evaluation mit der Gesamtgruppe

Die Jugendgruppe

Die Jugendlichen meines Projekts waren 2 Jungen und 1 Mädchen. Dabei waren sie von 14-16.

Die Kriterien für die Auswahl geschahen nach folgenden Kernmerkmalen:

  • Die Nutzung des PCS
  • Das Alter
  • Persönliche Geschichte (Jedes Kind meines Projekts hatte seine individuelle Geschichte mit Facebook. So gab es ein Kind welches von einem Herren mittleren Alters angeschrieben wurde, welcher sehr deutlich positionierte Bilder von sich in der Galerie hatte)

Diese Jugendlichen hatten außerdem die Gemeinsamkeit dass sie:

  • Relativ Intelligent waren
  • eine Geringe Frustrationstoleranz besitzen
  • eine Geringe Aufmerksamkeitsspanne besitzen

Da ich leider den Praxisteil nicht zeigen kann hier unsere erarbeiteten Einstellungen:

Dabei habe ich versucht einen Praxisteil gleichzeitig mit einem Theorieteil zu verbinden. Wenn wir mit unserem fiktiven erstellten Menschen also z.B. etwas geteilt haben, kam von mir die Frage, ob dies rechtlich bedenklich wäre oder nicht. Wenn die Jugendlichen  einen „Like“ auf pornografische Kinderfotos geben sollten fragte sie wieder, ob dies erlaubt sei oder nicht. Es ist wie ich finde eine schöne Methode theoretische Inhalte direkt mit einer aktiven Aktion zu verbinden.

Aus der Praxis

  • Beiträge nur Freunden sichtbar machen

Doch nur die Kombination aus einem bewussten Umgang mit Facebook und den Häkchen an den richtigen Stellen Deiner Privatsphäre-Einstellungen verschafft Dir Sicherheit und schützt Dich. Facebook bietet Dir beispielsweise mehrere Möglichkeiten einzustellen, wer Deine Posts sehen kann. Du kannst für jeden einzelnen Beitrag entscheiden, ob er öffentlich sichtbar sein soll, nur Freunden oder nur ganz bestimmten Freundeslisten.

  • Freundeslisten pflegen – “Arbeit” als “Blacklist”

Über verschiedene Listen hast Du eine weitere Möglichkeit zu kontrollieren, wer welche Deiner Beiträge darf. Schließlich sind nicht alle Deine Facebook-Freunde auch richtige Freunde. Du kannst beispielsweise eine Liste “Arbeit” anlegen und dort Deine Kolleginnen und Kollegen reinstecken. Voreingestellt ist die Liste “Eingeschränkt”, die Du zu diesem Zweck auch nutzen kannst.

  • Chronik-Beiträge verstecken

Auch für Deine Chronik gibt es Einstellungsmöglichkeiten, die Du nutzen solltest. Etwa, wer etwas auf Deiner Chronik posten darf. Ich empfehle Dir in jedem Fall die Sichtbarkeit Deiner Chronik-Beiträge auf “Nur ich” einzustellen. Nebenbei: Mit der Funktion “Anzeigen aus der Sicht von.” kannst Du Dir anschauen, wie andere User Dein Profil sehen. 

  • Facebook-Gruppen Gründen

In noch kleinerem Kreis lässt es sich über Facebook-Gruppen kommunizieren. Die kann jeder nach Belieben anlegen. Ist die Gruppe gegründet, kannst Du beispielsweise Familienmitglieder oder Arbeitskollegen und Freunde aus dem Fußballverein einladen. Die Inhalte können nur die eingeladenen Personen sehen. Eine gute Möglichkeit, sich über gemeinsame Interessen auszutauschen. Auch kannst du die Facebook-Gruppen je nach Belieben wieder einschränken und sogar unsichtbar machen.

  • “Markierungen” zustimmungspflichtig machen

Am besten postest Du nur Bilder von Dir, die Du sonst auch bedenkenlos jedem zeigen würdest. Damit ist es jedoch noch nicht getan – denn auch andere können Bilder von Dir hochladen und Dich auf diesen Bildern markieren. Diese sogenannten Markierungen solltest Du unbedingt zustimmungspflichtig machen. Dein Titel- und Profilbild solltest Du möglichst neutral halten: deren Sichtbarkeit lässt sich nicht eingeschränken!!!

  • Bewusster Umgang mit persönlichen Daten

Viele wissen nicht, dass standardmäßig alle Freunde die Kontaktdaten einsehen können. Das lässt sich ändern. Auch solltest du darauf achten möglichst keine Adressen usw. anzugeben.

  • Berechtigungen für Apps einsehen

Spiele wie Mafia Wars oder FarmVille sind beliebt. Um sie spielen zu können, musst Du zustimmen, dass der Anbieter Deine persönlichen Daten einsehen darf. Und die Apps sind teils unverschämt neugierig. Darauf solltest Du schon beim Herunterladen achten. Bei bereits installierten Spielen und Apps kannst Du das Schnüffeln nachträglich verbieten. Auch lassen sich Werbe-Anfragen von Anwendungen gezielt blockieren. So wirst Du weniger zugespamt. Achte bitte auch darauf dass „Apps“ nicht unbedingt auf Smartphones sein müssen. Auch der PC hat Apps!!

Projekt Facebook – mein Vorschlag

Der sichere Umgang mit Facebook

Aufteilung der Bausteine:

  1. Planung des Vorhabens//Idee Sammlung
  2. Umgang mit Facebook Teil 1
  3. Umgang mit Facebook Teil 2
  4. Information für Mitarbeiter
  5. Evaluation mit der Gesamtgruppe

Fragebogen

Wie gehe ich mit meiner Zielgruppe um?

Es ist mir wichtig dass ich etwas für die Nachhaltigkeit erschaffe. Dies heißt für mich, dass ich mich im Vorfeld über die Kompetenzen und Hintergründe der Kinder informieren muss und diese in mein Projekt einfließen lassen muss!

Wie motiviere ich meine Zielgruppe?

Um meine Zielgruppe zu motivieren ist es wichtig eine alter gemäße und verständliche Umgangsweise zu wählen. Ich möchte die Kinder hier möglichst weit mit einbeziehen und dieses Projekt mit den Kindern selbst planen und durchführen. Motivation für das Thema muss ich vermutlich nicht geben da die Kinder sich sehr für dieses Thema interessieren.

Wen spricht es am Besten an?

Ich baue mein Projekt auf meinen Beobachtungen auf.  Dies muss, meines Erachtens, eine Grundlage für dieses Projekt sein. Meine Beobachtungen zeigen, dass die Kinder sehr engagiert im Thema Onlinegames und Facebook sind. Dieses Thema möchte ich aufgreifen und ihnen den guten Umgang mit Social Media zeigen.

Zitat:

In einem Kommentar bei XING kam die Idee auf, dass der „Facebook-Führerschein“ (ein Zertifikat oder eine Urkunde) für manche vielleicht gar nicht so „voll peinlich“ sein könnte, sondern ein wertvolles Argument, seinen Eltern belegen zu können: „Hier schau, ich weiß Bescheid. Ich hab den Facebook-Führerschein. Du kannst also beruhigt sein, ich weiß, was ich tue.“ Ist das ein realistischer Ansatz oder betrifft das eher nur wenige?

Quelle: http://www.kreativbuero.de/2012/07/facebook-fuhrerschein-oder-medienkompetenz-fur-jugendliche/

Privatsphäre

Chronik und Markierungen

Bitte darauf achten dass Facebook alle die Einstellungen nicht nach einiger Zeit wieder verändert!

Fragebogen für das Facebook Projekt

Ausbilder:                                                   Name:

Kind:                                                           Datum:

Zeitraum:                                                    Note:

Anweisungen

Bitte füllt diese Fragen mit einer ehrlichen Meinung aus. 🙂

Teil I: Das hat mir gefallen

Frage 1) Ich fand das Projekt:

  1. gut
  2. mittelmäßig
  3. nicht so gut

Frage 2) Am Meisten gefallen hat mir:

  1. Das Spielen / Social Games
  2. Chronik einzustellen
  3. Wildes geposte und geteile und gelike 
  4. ____________________________________________


Weil? ___________________________________________________________

Frage 3) Hierbei fühle ich mich jetzt sicherer:

  1. Datenschutz bei Facebook
  2. Mein Recht am eigenen Bild
  3. Chronik Einstellungen

Frage 4) Hierauf bin ich besonders stolz:

  1. Facebook Führerschein
  2. Ahnung zu haben 😉
  3. ____________________________________

Teil II: Hieran müsstest du noch arbeiten 

Frage 1) Hierbei fühle ich mich noch unsicher:

  1. Datenschutz bei Facebook
  2. Recht am eigenen Bild
  3. Chronik Einstellungen

Frage 2) Hier möchte ich noch mehr erfahren:

Download

Facebook Auszeichnung Vorlage kann unter Downloads heruntergeladen werden.


alternativ hier klick

Literaturangaben / Quellen

Quellen aus dem Internet:
Stand der Aktualisierung: Oktober 2013

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