Kennenlernspiele für den Kindergarten

Der Text stammt von einem Fremdautor in der Ausbildung zur Staatlich anerkannten Erzieherinn. Ein Name soll nicht genannt werden.

Angaben zum Angebot

Uhrzeit :  –

Datum: –

Dauer: 30-40 Minuten


Thema : Kennenlernspiele

Fachbereich: Musikerziehung

Aussagen zur Kindergruppe

Anzahl und Alter

Ich plane das Angebot mit 7-10 Kindern durchzuführen, die eine Alterspanne von 3-6 Jahren haben, werde das Angebot aber so planen, dass Kinder die 2,5 sind auch berücksichtigt werden.Da ich die Kinder noch nicht genau kenne werde ich erst im nächsten Angebot genaue Angaben zum Alter hinzufügen.

Besonderheiten

Da ich die Kinder des Kindergartens nicht richtig kenne, kann ich zu den Besonderheiten dieser Kinder keine Aussagen tätigen.Es sei aber angebracht zu erwähnen, dass integrative Kinder zu der Gruppe gehören.

Vorkenntnisse

Ich gehen davon aus, dass die Kinder, mit denen wir das Angebot durchführen, alle die von mir benutzten Alltags- und Gebrauchsmaterialien von zu Hause kennen.

Wichtig ist mir dabei, dass die Kinder ihren kreativen Blick im Bezug auf ihre Umwelt schärfen.

Begründung der Themenwahl

Situationbezogene Begründung

Ich habe mich für dieses Angebot entschieden, da es im Gegensatz zu anderen Angeboten, die ich zuvor geplant hatte, besser zum frühen Zeitpunkt der Ausbildung bzw .des Praktikums passt. Mittels dieses Angebots können mich die Kinder besser kennenlernen, welches eine Vertrauensbasis aufbaut, die eine Grundlage für die Förderung der elementaren Bausteine für die Kinder ist. Auf der andere Ebene lässt sich diese Art von Angebot leichter realisieren, da ich für diverse andere Angebot ein viel größeres Spektrum an praktischer wie theoretischer Erfahrung benötige.[ zb. Bewegungsangebot mit Gefahrenstellen]. Durch dieses Angebot wird nicht nur den Kindern, sondern auch mir eine Möglichkeit geboten, viele verschiedene Menschen aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten und man durch das aufbauende Vertrauen eine Grundlage für die gemeinsame Arbeit, zwischen Erzieher und Kind zu schaffen.Durch die Art der Spiele erkenne ich ihre Stärken und Schwächen, wobei ich auf den Stärken aufbauen werde um keine Defizite vor der ganzen Kindergruppe in den Vordergrund zu stellen.

Fachtheoretisch Begründung

Spiele zur Förderung der Sinneswahrnehmung

Da sich mein Angebot schwerpunktmäßig um ein wichtiges Refugium  für die Entwicklung des Kindes[der Kinder] handelt,  versuche ich in dieser Planung und der darausfolgenden Durchführung ein prägendes Angebot zu gestalten, deren pädagogischen Ansätze dieselben Qualitäten erreicht, wie der Vermittlung von grundlegenden, wichtigen Reizen.

Beginnend und zugleich betonend, möchte ich die Wichtigkeit der Sinne benennen, welche sich nicht nur positiv für die Aktivität des Gehirns auswirkt, sondern auch  Grundlage für die körperliche, emotionale, geistige, sowieso kognitive Entwicklung des Kindes darstellt.

Ich möchte zum einen die räumliche Wahrnehmung (Kinästetische Wahrnehmung) der Kinder fördern, indem ich sie auf eine Insel reisen lasse, die sie ganz nach aller Kunst ihrer Fantasie  gestalten können.

Desweiteren sollen sie die Tiere, welche ich zunächst benennen werde, frei nach ihrer Vorstellung ausleben können. Ich versuche hiermit die Kinder quasi andere Welt, eine Welt voller Fantasie zu erfahren.

Wichtig ist mir dieser Punkt, da sich Defizite in der Entwicklung dieses Stadiums in Einschränkungen beim räumlichen Vorstellungsvermögen ergeben können. Dies könnte sich später bei mathematischen Berechnungen[ Geometrie z.b], sowieso bei einfachen Zeichnungen zeigen.

Ein anderer Aspekt, welches auch die Habtische bzw taktile Wahrnehmung nicht außer acht lässt, wäre das Prinzip des Redeballs. Das Habtische Wahrnehmung nach Christiane Kiese-Himmel wurde von ihr so definiert, dass Kinder Objekte wahrnehmen können, (Ball) ohne sich über die Bedeutung dieses Gegenstandes im Klaren zu sein.

Ich möchte den Kindern einen Weg zeigen Objekte vielfältig zu nutzen, obwohl sie den selben Bestand haben.

Die Kinder merken anhand dieses Objektes, dass ihnen dieser Ball die Macht gibt,etwas von sich zu erzählen und die volle Aufmerksamkeit zu genießen. Das Kind erhält die Möglichkeit diesen Moment nur für sich selber zu benutzen, bei dem alle gespannt auf das Kind achten. Ein andere Aspekt wäre Spannung, welche Kindern von (eigentlich) standardisierten Objekten erlangen, da man sie hier als etwas neues kennenlernt.

Zum einen fördert es nicht nur das Vertrauen der einzelnen Kinder, mehr, so auch der ganzen Gruppe, da ich den Kindern die Möglichkeit gebe mehr über seine Mitmenschen zu erfahren.( und darauf achten zu können-> Lernen durch Verständnis)

Desweiteren möchte ich noch auf den letzten Teil meines Angebots eingehen, nämlich der musikalischen Förderung, oder anders,  der auditiven Wahrnehmung. Musik stellt die Verbindung zwischen Mensch und Seele dar, eine Kunst, die Menschen zusammen bringen kann  und  es versteht bei der Entwicklung der Ich-Stärke eine prägende Wirkung hervorzurufen.

Zum einen wären hier die Klangspiele, welche die Interaktion der Gruppe fragt. Hier muss man sich im Sinne der Regeln vervollständigen und für Einflüsse der Mitspieler offen sein. Natürlich nur soweit, dass man es Kindern zumuten kann.

Das gemeinsame Spielverfahren fördert zudem das Kennenlernen in der Gruppe und hilft dabei Sicherheit zu gewinnen. Sie unterstützt somit also auch die Gruppenzusammengehörigkeit, welche ich in diesem Angebot primär anspreche.

Zum anderen fördert es die Empathie,  von der das gesamte soziale Verhalten abhängig ist. Dies bedeutet, dass ein Kind, welche ein Tier vormachen soll bzw Verantwortung für die anderen Gruppenmitglieder hat ein Gefühl von Verantwortung entwickelt, wobei selbst bei einer Anleitung eines Erziehers, auch eine Vertrauensbasis gefördert werden kann.

Zum anderen Verlangen alle musikalischen Spiele genaues Hinhören, bzw auch das Hinsehen(Tier vormachen-> Rythmus vorspielen) Zum einen fördert dies die Wahrnehmungsfähigkeit, sowieso auf der anderen Seite die Klangsensibilität.

Abschließend weise ich noch kurz auf die Wichtigkeit der propriozeptive Wahrnehmung (Eigenwahrnehmung) hin. Diese Wahrnehmung definiert sich als Lage, Kraft, aber auch als Bewegungsinn.

Um diesen Aspekt zu erfüllen, werden  den Kinder eine Möglichkeit bieten, dass sie ihren Körper in Form von kreativen Spieleinheiten kennenlernen. Um späteren Störungen, die sich z.B. in falscher Dosierung der Balance von Kraft, (hier: Fantasiewelt Gestaltung), oder aber ursprünglichen Dingen, wie das Gehen oder Greifen, vorzubeugen.

Zeigen wir sich dieses Denken dann  vielleicht bei Äußerungen, welche die Kinder tätigen, oder bei bestimmten Verhaltensweisen, wie z.b der Bewegung eines Tigers, doch wird sich das Meiste in ihrem Kopf abspielen.

Grundlegend möchte ich also dieses Angebot durchführen, da ich  es beeindruckend finden, wie Kinder es immer wieder schaffen, diese Herausforderung zu meistern, ihrer Kreativität freien Lauf lassen und ich den Kindern schon elementare Bausteine für ihre spätere Zukunft geben möchten, da diese Fähigkeiten mit zunehmenden Alter leider immer mehr zu verschwinden scheinen.

Praktische Vorbereitungen und Angaben zu den eigenen Erfahrungen

Ich habe für dieses Angebot alle mir verfügbaren Quellen (Internet, Schulmappe, Bücher) nach Kennenlern-Spielen durchsucht. Nachdem ich nun eine Grundidee zu meinem Angebot hatte, entschied ich mich für die unten aufgeführten Spiele.


Da ich ein Angebot, was nur aus Kennenlern- Namens- Spielen besteht, zu trocken finde, habe ich beschlossen, noch ein wenig Bewegung und Abwechselung durch ein Versteckspiel, hineinzubringen.

Ich selber kenne viele der Spiele aus dem Schulunterricht, habe aber noch keins der Spiele mit Kindern durchgeführt.

Demnach werde ich vorbereitend alle Texte und Spielregeln auswendig lernen um bei der Durchführung des Angebots keine Hänger / Aussetzer zu haben und mich voll auf die Kinder konzentrieren kann.

Wissenswertes / Sachwissen

Zum einen wäre da die ausbaufähige Idee. Eine Inspiration, die nicht langweilig wird, aber auch eine, wo der rote Leitfaden immer wieder zu finden ist. Damit definiere ich das es meine Pflicht ist, individuell so gut wie möglich auf die Ideen der Kinder einzugehen und diese in meinem Angebot aufzunehmen.

Dies dient auch der Bereitschaft zur Improvisation. Ob man nun ein Angebot nach Plan ablaufen lassen möchte, oder ob man selbst etwas ausgedacht hat.  Ich muss mir immer wieder vor Augen halten, dass Mitspieler diese Vorbereitung sprengen können.

Ich werde versuchen, auf Situationen jeglicher Art vorbereitet zu sein und auch darauf reagieren zu können. Desweiteren muss ich immer an die Ziele, welche ich mir  am Anfang gesetzt haben, so gut wie möglich halten.

Um allen Kindern ein positives Gefühl zu geben und sie zum Spielen zu motivieren, ist es wichtig, selber Spaß am Spiel zu haben und dies den Kindern zu zeigen. Zusätzlich sollte man seine Anleitungfunktion aber auch nicht vernachlässigen.

Es ist wichtig, den Kindern die Regeln des Spieles so gut wie möglich zu verdeutlichen. Hierzu bietet sich beispielsweise das vor-machen/spielen an, da Kinder dieser Altersspanne mit bildlichen bzw. bei praktisch vorgemachten Aktionen mehr verstehen, als durch pure Theorie.

Da Ich mich selber auf das Angebot freuen und ich sehr gespannt auf die Entwicklung von mir, sowieso den Kindern in den kommenden 3 Wochen bin, habe ich mir als Ziel gesetzt, durch eigene Begeisterung am Spiel nicht nur die Motivation als Spielleiter zu fördern, sondern selber ein Teil der Gruppe zu sein und mitzuspielen.

Als letzten Punkt möchte ich das Einfühlungsvermögen  nennen. Mit meinen  Entscheidungen wird dieses Angebot stehen und fallen.

Sehr spannend wird es für mich sein, ob ich den Kindern schon erste Erfahrungen mit einem Regelwerk vermitteln kann. Da ich  dies spielerisch gestalten möchten  und man Kinder nie einschätzen kann, ist eine 100% Vorhersage auf diese Dinge nicht zu geben. Dies finde ich aber auch nicht schlimm, da ich selber noch am Anfang einer langen Reise stehen.Ich hoffe noch viele neue Erfahrungen sammeln zu können.

Materialliste

M1 –  Handtrommel oder Hände

M2 – Liedtext

Raumskizzen

Das Angebot wird in der Turnhalle, oder im Gruppenraum stattfinden.(Je nach Lage der Angebote meiner Mitarbeiter)

Verlaufsplanung

Ziel: Vertrauensaufbau & Kennenlernen der Kinder

Handlungsschritt 1

In die Gruppenräume gehen, um die Kinder abzuholen um sie dann zum Flur zu begleiten. 

Ich fordere sie auf  ihre Turnschuhe[Sportkleidung]  an zuziehen. ggf. leiste ich Hilfestellung.

Ich öffne die Tür und gehe mit ihnen in die Turnhalle und bitte sie einen Stehkreis zu bilden

– Auf dem Weg Spannungsaufbau

– Hilfestellung fördert das Vertrauen zum Spielleiter

– Aufmerksamkeit durch Stehkreis

Handlungsschritt 2

Als nächstes leite ich das Spiel ein: Hallo und Guten Tag!-Namensballversion  Dies beginne ich, indem ich das Spiel mit mir selber beginne und den Kindern das Spiel beim Spielen erkläre. Ich wähle für den ersten Spielzug eines der älteren Kinder aus, damit die jüngeren ein Beispiel haben. Dabei achte ich darauf, dass kein Kind doppelt dran kommt. Sobald jedes Kind dran war, leite ich eine Überleitung zu dem nächsten Teil des Angebots ein, indem ich eine kleine Geschichte über eine unbekannte Insel erzähle, auf die wir nur reisen werden und jedes Kind sich sein Fahrzeug aussuchen darf. Dabei fange ich wieder selber an und spiele es den Kindern so erst einmal vor.

– Veranschaulichkeit schafft bessere Nachvollziehbarkeit

– motiviert auf nachfolgendes

– Selbstständigkeit fördern

– Fantasyförderung

– einbeziehen der Kinder

Handlungsschritt 3

Ich erzähle den Kindern, dass wir alle angekommen sind und erzähle ihnen, dass auf dieser Insel ganz viele Elefanten unterwegs sind und erkläre ihnen das Spiel-Die Elefantenherde-

Ich mache das Spiel einmal vor, indem ich zu einem jeweiligen, von mir gewählten und gespielten Rhythmus mit der Handtrommel, einen Schritt mit jedem Schlag mache und erzähle, dass sie das mal nachmachen, wie echte Elefanten mit lautem gestampfte.

Nach einiger Zeit werde ich dann immer schneller und gehe in die Hocke, nachdem ich einen großen Knall verursacht habe.

Hier bilden sich nun zwei Möglichkeiten. Entweder ich wiederhole das Spiel um die Spielmechanik zu verfestigen, oder ich beginne mit der Variation, dass ein Kind ein Tier vormacht und ich die Gruppe bitte, dies nachzumachen.

– Klangverständis fördern

– Rhythmusgefühl fördern

– auditive Wahrnehmung

– Wissensvermittlung durch Tiere

– Gruppendynamik wird gefördert

– Ideen der Kinder freien Zugang lassen

Handlungsschritt 4

Nachdem die Kinder dies erledigt haben und sie sich ausgetobt haben, erkläre ich den Kindern , dass wir uns von unseren neuen Tierfreunden verabschieden und wieder (imaginär) zurück nach Hause fahren,  Das Angebot ist hiermit beendet.

– Regelverständnis erläutern

– stimmliche Anpassung

– Lied vorstellen

– kleine und leichte Liedeinführung

Anmerkung: Jeden gleichberechtigt behandeln um keine Diskriminierung zu fördern.

Motivierung durch Mannigfaltigkeit und Joker.

Anhang

Spielregeln

Hallo und Guten Tag!-Namensballversion

(Kennenlernspiel / -lied)

Alter: ab 3 bis 6

Gruppengröße: 2 bis 10 (nicht zu groß, wegen der Übersichtlichkeit)

Material: Keines

Ort: Sitzkreis / Stehkreis

Text:

Hallo, ich bin der…(Namen des Kindes), ich bin..(Alter des Kindes)Jahre alt und würde gerne mal nach…reisen(Lieblingsreiseort-Kann auch ein Stadtname sein).

Spielbeschreibung:

Es gibt einen Ball, dessen Besitzer etwas über sich erzählen darf.[Siehe Text)

Die Person darf den Ball nun zu einer anderen( beliebige) Person werfen und das Spiel beginnt von vorne, bis alle einmal dran waren.  Varation: Die Tiere, welche die Kinder nennen, werden nachgemacht

Die Elefantenherde- Überarbeitung der Gruppenarbeit mit Hagen und Christian [Spiel: Haititi]

(Kennenlernspiel / -lied)

Alter: ab 3 bis 6

Gruppengröße: 2 bis 10 (nicht zu groß, wegen der Übersichtlichkeit)

Material: je nach Wahl

Ort:

Text:

Spielbeschreibung:

Der Erzieher erklärt den Kindern, dass sie nun Elefanten nachmachen und  das sie nun stampfen müssen. Dazu spielt der Erzieher mit einem Instrument seiner Wahl einen Rhythmus und die Kinder müssen zu jedem Schlag einen Fuß bewegen.Dabei dürfen sie sich quer über den ganzen Raum bewegen. Der Erzieher wird dabei immer schneller und beendet alles mit einem großen Knall auf dem Instrument seiner Wahl. Die Kinder müssen dabei in die Hocke gehen. Danach werden die Kinder nach weiteren Tieren gefragt.

Variation: Die Tiere, welche die Kinder nennen, werden nachgemacht


Variation: Die Kinder werden in zwei Gruppen geteilt, wobei eine Gruppe der anderen Gruppe immer die Tiere nennt und den Rhythmus klatscht.

Literaturangaben / Quellen *

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