Aus alten Papier stellen wir neues Papier her

Uhrzeit :

Datum: 

Dauer: ca. 20-35 Minuten

Aussagen zur Kindergruppe

Anzahl und Alter


Die Angebotsplanung bezieht 8 Kinder ein, die eine Altersspanne von 5-6 Jahren haben.

Kind 1 ist 5,7 Jahre alt

Kind 2 ist 6 Jahre alt

Kind 3 ist 5,0 Jahre alt

Kind 4 ist 5,1 Jahre alt

Kind 5 ist 5,10 Jahre alt

Kind 6 ist 5,5 Jahre alt

Kind 7 ist 5,6 Jahre alt

Kind 8 ist 5,2 Jahre alt.

Besonderheiten

In der Kindergartengruppe gibt es viele Kinder mit erhöhtem Förderbedarf beim Thema Sprache. Ebenso haben viele der Kinder Migrationshintergrund.

Vorkenntnisse

Die Kinder schmeißen am Maltisch sehr viel Papier weg. Zur Vorbereitung des Angebots habe ich bereits mit den Kindern sehr viele Zeitungen verkleinert.

Begründung der Themenwahl

Situationsbezogene Begründung

Die Kinder am Maltisch verbrauchen in der Gruppe viel Papier und schmeißen dieses direkt wieder weg. Diese Papier Verschwendung wurde dadurch eingedämmt, in dem die Kinder fragen müssen, ob und wie viele Blätter sie sich nehmen dürfen, um den vermeintlichen Übeltäter zu enttarnen. Ich bin der Meinung, dass man, um diesen Prozess vorzubeugen, den Kindern klar machen sollte, wie arbeitsintensiv die Herstellung von Papier ist, wie viel Wasser und Energie  dafür benötigt wird, da Papier nicht einfach vom Himmel fällt, umso Einsicht bei Verwendung von Papier zu erlangen.  Desweiteren habe ich mit der Anleitung gemeinsam überlegt, dass sich das eigens hergestellte Papier, wunderbar als Grundlage für Weihnachtskarten verwenden lässt.

Sinnes-/Körperwahrnehmung

Durch das zerkleinern der Blätter werden die Sinne, wie z.B. das Fühlen, Sehen und Hören (taktile Wahrnehmung) und somit ihre Körperwahrnehmung bewusst geschult. Auch im weiteren Verlauf des Angebots bekommen die Kinder die Möglichkeit, die genannten Sinne zu fördern, wie beispielsweise bei der erneuten Aufschlämmung des Papiers im Wasser.

Das Gemeinschaftsgefühl / Sozialverhalten

Ich möchte mein Angebot mit den “Experten” (Schulkinder) erarbeiten, da sich mein Angebot für diese Altersgruppe am Besten eignet. Alle Kinder, die von mir ausgewählt wurden, haben die Gemeinsamkeit, dass sie bald eingeschult werden, der Kindergarten bietet für die “Experten” extra Aktivitäten an, um ein Wir- Gefühl unter den Experten zu schaffen. Das Gemeinschaftsgefühl und das Sozialverhalten untereinander wird durch diese gemeinsame Aktivität gefördert.

Aufmerksamkeit/Beobachtung

Da keines der Kinder bereits Papier hergestellt hat, ist es bei meinem Angebot sehr wichtig, dass die Kinder genau gucken, was ich ihnen zeige, oder auch, wie ihre Nachbarn den einzelnen Schritten nachgehen, da sie sonst nicht den gewünschten Erfolg haben.

Vorbereitungen

Inhaltliche Vorbereitungen

Praktische Vorbereitungen und Angaben zu den eigenen Erfahrungen

Ich habe das komplette Angebot zu Hause durchgeführt und geprüft, ob das Angebot für Kinder eventuell zu schwer ist. Ferner wollte ich ausprobieren was für die Durchführung gebraucht wird.

Dazu habe ich mir eine Anleitung aus dem Internet heruntergeladen. Um diese Anleitung so nachzuahmen, brauchte ich Dinge, wie z.B. Schöpfräder. Trotz aller Bemühungen ist es mir nicht gelungen, eines zu beschaffen, und so habe ich beschlossen, es einfach abzuändern und nur Dinge benutzt, die entweder  der Kindergarten oder bei mir vorrätig waren.  

Mit den erforderlichen  Sachen versuchte ich Papier herzustellen. Es ist mir gelungen und ich fand die Arbeiten auch nicht zu schwer für Kinder.

Nachdem ich mein Angebot ausprobiert habe, ist mir auch eingefallen, dass ich in meiner Kindheit einmal selber Papier gemacht habe mit richtigen Equipment. Ich weiß jedoch nicht mehr, wie alt ich da war.

Wissenswertes / Sachwissen

Papier und ökologische Nachhaltigkeit

Es werden jährlich etwa 390 Millionen Tonnen Papier produziert, von diesem Papier verbrauchen Europa und die USA alleine knapp die Hälfte. Deutschland hat einen pro Kopf Verbrauch von 256 kg pro Jahr, vor 60 Jahren waren es gerade einmal 40kg. Alleine der Anteil von 7,5 Millionen Tonnen Papier in Deutschland, die aus frisch geschlagenem Holz und nicht aus Altpapier hergestellt werden, entspricht etwa der Menge, die Afrika als Ganzes verbraucht. Diese Statistiken belegen, dass wir über unseren Umgang mit Papier mehr nachdenken müssen. Ich halte es für sehr sinnvoll, den sparsamen Umgang mit Papier bereits im Kindergarten einzuführen und den Kindern bewusst zu machen, das Papier ein Rohstoff ist, mit dem in Zeiten der industrialisierten Gesellschaft nicht so ökologisch umgegangen wird.

Jeder könnte und sollte dazu beitragen, Papier sparsam und ökologisch zu gebrauchen. Das bedeutet aber, in vielen Fällen, seine verschwenderische “Wegwerf”-Mentalität, die auch schon bei kleinen Kindern zu beobachten ist, auf zu geben. Ich möchte so einen kleinen Beitrag mit meinem Angebot leisten.

Organisation

Materialliste

M1 – 5 Zerrissene Zeitungen

M2 – 2 Kescher

M3 – 2 Töpfe

M4 – 1 volle Mülltonne

M5 – 10 Webrahmen

M6 – 10 Handtücher

M7 –   5 Zeitungen

M8 – 1 Wanne

M9 – 10 Schwämme

Raumskizze

Bild

Verlaufsplanung

Ziel: Interesse an der Umwelt steigern und den sparsamen Umgang mit natürlichen Ressourcen.

 

HS 1: Ich sage allen Experten, dass sie sich in der Mitte des Raumes versammeln  und sich in einem großen Kreis auf den Boden setzen sollen.

Dann hole den präparierten Papierkorb. Ich stelle den vollen präparierten Papierkorb in die Mitte des Raumes und frage die Kinder wieso sie so viel Papier wegwerfen.

Ich warte die Antworten der Kinder ab und frage dann, ob sie wissen, was mit dem Papier, was sie wegschmeißen passiert!

Ich sage, dass ich weiß, was mit dem Papier, was man entsorgt passiert und nehme die Zeitung aus dem Papierkorb und sage den Kindern, dass sie mit mir zum Tisch gehen sollen. Ich verteile die Seiten der Zeitung und zerreiße sie mit den Kindern. Die zerkleinerten Stücke schmeißen alle in die Wanne in der Mitte des Tisches. Während die Kinder die Zeitung zerreißen, sage ich, dass das Papier was weggeschmissen wird, auch von Maschinen zerkleinert wird.

– Spannung aufbauen / Interesse erzeugen

– das alle Kinder gut gucken können

– nachdenken über das eigene Verhalten

– um Bezug zum Thema herzustellen

– um Bezug zum Thema herzustellen

– um das Angebot einzuleiten, da ich die Frage nun gemeinsam mit den Kindern bearbeiten kann

– Einbeziehung der Kinder

HS 2: Nachdem die Zeitungen alle zerrissen sind schmeiße ich auch meine vorbereiteten Schnippels hinzu und nehme die Wanne gehe zum Wasserhahn und befülle diese mit Wasser, bis das Papier komplett mit Wasser zugedeckt ist.

Ich weise die Kinder darauf hin, alle Ärmel hoch zu krempeln und stelle die Wanne auf den. Ich lasse die Kinder nun mit den Händen das Papier zerkleinern und achte darauf das alles gut verläuft. Nachdem der Papierbrei fein genug sage ich den Kindern das sich jeder an einen Platz am Tisch setzen soll. Ich gebe jeden Kind einem mit einem Handtuch bedeckten Webrahmen mit auf den Platz.

Ich nehme einen der Kescher und Angel mir aus dem Papierbrei genug Papierstücke für ein Blatt und lasse diese über einen der Töpfe abtropfen. Diesen Arbeitsschritt lasse ich parallel zu mir von einem anderen Schulkind, welches von mir ausgewählt worden ist, nachmachen. Ich achte darauf, dass uns alle Kinder genau beobachten. Danach können die anderen Kinder diesen Schritt nachmachen.Nachdem das Wasser abgetropft, ist nehme ich mir ein bisschen von dem nassen Papier und verteile es gleichmäßig auf dem mit dem Handtuch bedeckten Webrahmen.

Diesen Arbeitsschritt lasse ich parallel zu mir, von einem anderen Schulkind nachmachen. Ich achte darauf, dass uns alle Kinder genau beobachten. Auch passe ich  darauf auf, dass die Kinder nicht zu viel Papier nehmen. Anschließend können die anderen Kinder diesen Schritt nachmachen

Übergang von Einleitung zum Angebot

– Einbeziehung der Kinder

– Taktile Wahrnehmung

– Einbeziehung der Kinder

– um Bezug zur gestellten Frage wiederherstellen

– Interesse steigern

– Taktile Wahrnehmung

– Einbeziehung der Kinder

– um Bezug zur gestellten Frage wiederherstellen

– um das Angebot zu kürzen

– damit die Kinder sich ihre Kleidung nicht schmutzig machen

– Taktile Wahrnehmung

– Einbeziehung der Kinder

– um Bezug zur gestellten Frage wiederherstellen

– organisieren der nächsten Schritte

– Erfahren von Grundlagen der Physik

HS 3: Nachdem der Papierbrei fein genug sage ich den Kindern das sich jeder an einen Platz am Tisch setzen soll. Ich gebe jeden Kind einem mit einem Handtuch bedeckten Webrahmen mit auf den Platz.Ich nehme einen der Kescher und Angel mir aus dem Papierbrei genug Papierstücke für ein Blatt und lasse diese über einen der Töpfe abtropfen. Diesen Arbeitsschritt lasse ich parallel zu mir von einem anderen Schulkind, welches von mir ausgewählt worden ist, nachmachen. Ich achte darauf, dass uns alle Kinder genau beobachten. Danach können die anderen Kinder diesen Schritt nachmachen. Nachdem die Kinder das Papier gleichmäßig verteilt haben, gebe ich den Kindern Schwämme, um das Papier zu entfeuchten. Dies zeige ich den Kindern, indem ich den Schwamm, auf ihr Blatt drücke und ihnen zeige, dass der Schwamm das Wasser aus dem Blatt saugt. Danach können die anderen Kinder diesen Schritt nachmachen. Wenn die Kinder ihr Blatt fertig haben, sage ich ihnen, das sie ihr Blatt auf die Fensterbank zum Trocknen legen sollen und sage, das sie den Webrahmen und andere benutze Sachen weglegen sollen. Nachdem die Kinder dies gemacht haben, lasse ich die Kinder die fertig sind, Jacke und Schuhe anziehen und schicke sie ins Außengelände.Im Abschlusskreis bespreche ich das Angebot mit den Kindern.

Verteilen der Arbeitsmaterialien

– vorführen des nächsten Arbeitsschrittes

– Förderung der Feinmotorik

– Einbeziehung der Kinder

– Kindgerechte Erklärung was zu tun ist

– vorführen des nächsten Arbeitsschrittes

– Förderung der Feinmotorik

– Einbeziehung der Kinder

– Kindgerechte Erklärung was zu tun ist

– Förderung der Grobmotorik

– Einbeziehung der Kinder

Absprache: Nicht teilnehmende Kinder sind im Bewegungsraum.

Anhang

Papierrecycling


Das Papier wird im Wasser in seine einzelnen Papierfasern zerlegt.  Dabei entsteht ein dünnflüssiger Brei.  Dieses Stadium nennt man “Wiederaufschlämmung”. Der wässerige Brei durchläuft dann einen Reinigungsvorgang, um faserige Fremdkörper zu entfernen. Dieses Stadium umfasst häufig auch einen Waschvorgang mit chemischen Reinigungsmittel. Bei manchen Produktionen kommt ein dritter Vorgang hinzu, das Entfärben der Fasern durch Natriumhydroxid oder Natriumkarbonat. Um weißes Papier herzustellen, verwendet man zusätzlich einen Bleichvorgang in Peroxide oder Hydrosulfite. Als letztes wird der fertige Faserstoff gepresst und getrocknet und anschließend in das gewünschte Format gebracht.

Quellen / Literaturangaben *

Quellen aus dem Internet

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