Planungsschema zur Freispielbegleitung “Entspannung”

Beschreibung zum Ablauf der Freispielphase

Das Freispiel beginnt um 8:00 Uhr mit der Bringphase und endet um 12:30 mit dem Abholen der Kinder oder das anstehende Mittagessen. Mit meiner Anleitung ist abgesprochen, dass ich für den geplanten Impuls den  Bereich für mich beanspruchen kann. Ich erwähne hier jedoch explizit, dass ich trotzdem ein Augenmerk auf die ganze Gruppe haben werde.

Auf dem Bauteppich gelten folgende Regeln:

Es dürfen 3-4 Kinder in die Puppenecke. Bei Streit wird jedes Kind um seinen


Standpunkt gefragt. Dann wird ein Gesprächsimpuls gesetzt, der die Kinder dazu

veranlasst ihren Streit selber zu lösen. ( Beispiel: Was können wir den jetzt tun, damit

sich das Problem vermeiden lässt.)

  •   Im Nebenraum wird weder gegessen, noch getrunken.
  •   Wir schlagen oder beleidigen uns nicht.
  •   Man nimmt anderen keine Spielmaterialien weg.
  •   Wer gespielt hat, muss auch aufräumen/wegräumen.

Beschreibung des Freispiels-/ Bildungsimpulses

Die Kinder haben während meiner Beobachtungen stetig Rollenspiele im Nebenraum gespielt. Dabei war aber keine konstante Gruppierung zu erkennen, sondern waren immer andere Kinder an der Reihe den Raum zu besuchen. Dies hat mich dazu veranlasst diese Freispielsituation näher zu beobachten. Mit den Kindern ein Rollenspiel zusammen gestaltet, oder mitgespielt habe ich nicht.

Ich bin zu dem Entschluss gekommen, unter Brücksichtigung meines Angebots, dass ich den Kindern eine sagenhafte Stimmung mit Entspannung bieten möchten. Schön wäre es, wenn die Kinder des Angebots einen Bezug zum Angebot herstellen würden, oder ggf die anderen Kinder davon berichten. Darum geht es hier aber nicht direkt, da es sich um einen Freispielimpuls handelt. Durch die verschiedenen Formen von Rollenspielen, die ich beobachten durfte, möchte ich mich auch nicht auf ein Rollenspiel festlegen.

Zielsetzung des Freispiels mit dem ausgewählten

Impuls

Das Ziel meines Impulses ist es den Kindern ein Spielmaterial zu bieten welches ihre

Bedürfnisse des Experimentierens mit den Bausteinen gerecht wird.Ich habe mich für

Legos, Korks, Tücher und Karten entschieden,weil die Kinder hierdurch ihren

Bauhorizont durch Alltagsgegenstände erweitern können. Ob aus diesem Impuls jetzt

eine Erweiterung von “Gengaboom” entsteht, oder nicht halte ich für schön, aber nicht

relevant. Im Mittelpunkt meines Impuls soll das Bauen (Turmbau) mit verschiedenen

Materialien liegen.

Das Ziel meines Impulses ist es den Kindern zum Einen eine Art von Rollenspiel zu geben, das sie mithilfe anderer Materialien, als gewohnt gestalten können. Zum Anderen soll es den Kindern, speziell durch die ruhige und entspannende Musik eine Zuflucht bieten, bei der sie Erlebtes verarbeiten können, oder eine ihre Ruhe genießen können.

Vorbereitungen

Ich habe im Vorfeld mit den Kindern ein Angebot zum Thema  Fantasie gehalten.  Ich werde die gleiche Musik imNebenraum/Rollenspielbereich anschalten und die Igelbälle hinlegen.

Der Ort der Platzierung ist ein Tisch in der Mitte des Raumes.

Geplante Durchführung der Freispielbegleitung

 

Beginn

Ich begrüße alle Kinder mit einem Guten Morgen (Name) sehe sie dabei an und warte ihre Reaktion ab.

 

So weiß ich welche Kinder da sind und erfahre je nach Reaktion was für das Kind wichtig ist. Ich gebe den Kindern so nicht vor, wo sie spielen sollen. Es ermöglicht ihnen sich das Freispiel auch wirklich frei auszusuchen.

Hauptphase

Ich warte ab bis sich die Kinder verteilen und von alleine Beschäftigen. Fragen der Kinder werde ich umgehend klären,wenn ein Kind beispielsweise auf den Bauteppich möchte. Wenn mich ein Kind fragt, ob ich mit ihm etwas spielen kann, werde ich mit ihnen spielen, jedoch die Gesamtgruppe und mein  Impulsbereich nicht vernachlässigen. Sobald ich alle Kinder eine Beschäftigung gefunden haben werde ich die Tür zum Nebenraum zunächjst auflassen. Ich möchte hiermit die Reaktionen der Kinder sehen, wenn sie in den schon eingerichteten Raum kommen.

Wenn die Kinder diesen Impuls von sich aus annehmen,werde ich nicht eingreifen und sie erst einmal spielen lassen und beobachten. Das neue Spielmaterial soll erkundet werden.( ggf ausprobiert) Sollten die Kinder die Materialien nicht annehmen und trotzdem noch mit den anderen Spielmaterialien spielen, werde ich mir eines der Kinder vom Angebot nehmen und das Kind an das Schlaraffenland erinnern. Ich fange an das Kind mit dem Igelball zu massieren.  Andere Kinder könnte ich mit den Worten, “Willkommen im Schlaraffenland”  auf das Thema bringen. Ich werde mich bemühen so wenig wie möglich einzugreifen und die Kinder spielen lassen.. Ich werde Versuchen mitzuspielen aber mich auch wieder zurück zu ziehen

 

 

Kinder brauchen Zeit um sich mit etwas auseinanderzusetzen, damit sie sich darauf einlassen können.

Alternative Handlungsweisen sind wichtig.

Abschlussphase

Ich werde den Impuls nicht beenden und sehe ihn als Abschluss für das Thema Fantasie und Entspannung. Das Freispiel wird wie immer um ca 11:30  mit dem abholen der Kinder beendet.

Reflexion

6.1

Meine eigenen Vorbereitungen waren zwar umfangreich, jedoch habe ich hier die Problematik gemerkt ein Impuls auf ein Angebot aufzubauen.  Ein Impuls baut sich nämlich anders auf, als ein Angebot. Da mein Märchen gut verlaufen ist, habe ich beschloßen einen Bildungsimpuls zu setzen, der die Kinder nochmal eine Vielzahl an neuen Ideen und Denkanstöße gibt und sie ggf. den Bezug auf das Schlaraffenland herstellen können. Da diese Kinder oft im Nebenraum sind, lässt sich dies realisieren.

In diesem Fall war es das Thema “ Fantasie”, welches ich durch die Reingabe von Igelbällen und passender musikalischer Untermalung schaffen wollte. Während die Kinder im Freispiel waren, habe ich die gewählten Materialien rausgesucht und verwahrt. Bedenken habe ich viele gehabt, da ich nicht wusste, ob sich ein Impuls auf ein Angebot aufbauen lässt und ich die Kinder den Bezug überhaupt herstellen können.

Dieses Bedenken sollte Bestätigt werden, da die Kinder die “neuen” Materialien sofort mit einem “ Was sollen wir damit machen” begrüßten. Nach einiger Zeit kam das Kind jedoch auf die Idee die Igelbälle zum massieren zu benutzen.

Dadurch das ich die Gegenstände die, ich für den Impuls benötigt habe, vorab heraus gesucht habe, gab es kaum eine Abweichung zu meiner Planung.   So konnte der Impuls nach meiner Planung erfolgen. Ob die Planung nun gut geplant, oder nicht war möchte ich mich nicht äußern. Ich sage hierzu jedoch, dass ich die Umsetzung von einem Märchen-> Impuls sehr schwer finde  und ich mich überfordert gefühlt habe-

6.2

Vorab habe ich mir das Ziel gesetzt den Kindern einen Ort der Entspannung und zuflucht zu bieten.  Als Zweites war es mir aber sehr wichtig, dass die Kinder die Igelbälle mal aus einer anderen Perspektive kennenlernen können. Dies habe ich so gedacht, da ich schon Kinder beim Ballspielen mit Igelbällen gesehen habe.

6.3

Der stumme Impuls wurde von den Kindern so angenommen wie ich es mir erhofft hatte und wie es geplant war. Jedoch lässt sich hier über den Zeitraum und den Störfaktor reflektieren. Würde ich den selben stummen Impuls noch einmal setzen,  würde ich verstärkt darauf achten, dass nicht jedes Kind lautstark in den Nebenraum rein geht. Ich hätte hier immer einen kleinen Impuls setzen können, indem ich den Kinder erzähle, dass wir einen Ruheplatz geschaffen haben und sie mal ganz leise schauen soll, was wir alles machen. Das Kind könnte so selbst entscheiden, ob es in den Raum geht, ohne die anderen zu stören.

Desweiteren konnte ich stark erkennen, welche Kinder beim Angebot vertreten waren und welche nicht. Die Kinder, die beim Märchen dabei waren konnten den Bezug zum Schlaraffenland, mir gegenüber, zwar nicht herstellen, jedoch haben sie sehr konzentriert sich gegenseitig massiert. Der Impuls hatte sich bei diesen Kinder nachher auch etwas gesteigert, da sie sich dabei eigene Geschichten erzählt haben. “ Stell dir vor du bist auf einer Wolke und es ist warm “. Dies halte ich für sehr schön, da ich so gemerkt habe, dass sie Kinder bei der Sache sind.

Eine Problematik gab es jedoch mit den Kindern, die sich noch nicht mit der Thematik von Igelbällen auskannten. Sie haben sich lauter unterhalten und waren nicht so intensiv bei der Sache, wie die anderen Kinder. Ich hatte hier zahlreiche Möglichkeiten. Zum Einen hätte ich die Kinder rausschicken können. Ich fand diese Methodik aber nicht pädagogisch wertvoll, weshalb ich ihnen die Chance gab sich mit den Materialien erstmal auseinander zu setzen. Ich erklärte ihnen leise, was ein Igelball ist und  zeigte es ihnen nochmal.

Danach klappte der Impuls besser, jedoch muss ich sagen, dass sich unter den Kindern ein 3Jähriges Kind befand, welches sich nicht mit der Thematik beschäftigen wollte. Dies ist  vermutlich so geschehen, weil das Kind zum Einen sehr jung ist, aber zum Anderen auch nicht die Interessen verfolgt, wie es ein Schulkind macht.

6.4

Ich habe mich stets bemüht die kommenden Kinder laut zu begrüßen.

Unbeschäftigte oder unentschlossene Kinder gab es auch bei diesem Impuls keine. Die Kinder fingen sofort an sich auf der Bauecke, dem Nebenraum, oder in der Gruppe zu beschäftigen. Da einige Kinder vom Angebot im Nebenraum wollten, nutze ich die Gelegenheit für meinen Impuls. Hier sehe ich jedoch auch ein Problem. Unter den Kinder befand sich ein 3Jähriges Kind, welches andere Interessen verfolgte, als die älteren Kinder.

Ich beobachtete die Situation jedoch erst um mir ein Bild von der Situation zu machen. Nachdem der Impuls, wie oben beschrieben, angenommen wurde, versuchte ich den Kindern nach einiger Zeit nochmal daran zu erinnern, wie man mit Igelbällen massiert. Dies hat nur gemäßigt funktioniert. Während eine Gruppe der Kinder dies, laut eigener Aussage, als sehr entspannend und schön empfunden haben, so fingen andere an zu lachen, oder wollten aus dem Nebenraum gehen. Ich wollte den Kindern ihre Entscheidung lassen.

Ich konnte hier merken, dass der Impuls sich ab da verändert hatte. Die zwei Kinder, die sich noch im Nebenraum befindet haben entwickelten eine neue Art von Massage, indem sie sich selber schöne Geschichten dazu ausgedacht haben. Die Bitte der Kinder, dass sich noch mehr Kinder daran beteiligen sollte, bin ich nachgegangen.

Warum die etwas jüngeren Kinder den Raum verlassen haben, habe ich unter 6.3 näher beleuchtet. Zu der Verantwortung muss ich sagen, dass der Umgang mit den Kindern stets respektvoll war.   Entgegen meines ersten Impuls hatte ich mich hier weniger auf die Interessen der Kinder, sondern mehr auf  mein Angebot berufen. Dies war ein Fehler meinerseits. Ich muss das nächste Mal verstärkt darauf achten, dass ich  Freispielplanungen exakter Plane und mich mehr auf die Interessen der Kinder berufe. Ich muss lernen, dass ich nicht zwangsweise ein Material in das Spielgeschehen eingeben kann und das eine gute Planung hier der Sieg zum Erfolg ist.

6.5


Während dem gesamten Impuls konnte ich mich zurückhalten und brauchte nicht für einen Konflikt eingreifen. Dies hatte ich, trotz einiger Fehler, aus meiner letzten Freispielumsetzung lernen. Die Kinder haben sich untereinander sehr gut verstanden und fühlten sich gegenseitig nicht gestört. Dies hatte mir nochmal verdeutlicht, wie wichtig es ist, dass Kinder vertieft in eine Aktivität reingehen.

Literaturangaben / Quellen *

Literatur auf Amazon.de

 

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