Planungsschema zur Freispielbegleitung Uhl-Bauwagen

Beschreibung zum Ablauf der Freispielphase

Das Freispiel beginnt um 8:00 Uhr mit der Bringphase. Es endet um 12:30 mit dem Abholen der Kinder.

Des Weiteren habe ich die Absprache getroffen, dass ich im Freispiel für alle Kinder der Gruppe da bin. Mein Schwerpunkt liegt aber auf dem Bauteppich.
Es gelten folgende Regeln im ausgewählten Bereich:

  • Wer die Gruppe verlässt, muss Bescheid sagen.
  • Es dürfen so viele Kinder auf den Bauteppich, wie Kinder engagiert spielen können(Streit: letzter muss gehen!)
  • Wir schlagen oder beleidigen uns nicht.
  • Man nimmt anderen nichts weg.
  • Kinder bringen kein Spielzeug von zu Hause mit (es gibt Ausnahmen z.B Spielzeugtag.)
  • Bei manchen Spielen muss man vorher fragen, und/oder darf nur unter genauerer Aufsicht damit spielen.
  • Wer gespielt hat, muss  auch aufräumen/wegräumen.
  • Auf dem Bauteppich wird weder gegessen, noch getrunken.
  • Bei Regelverstoß werde ich je nach dem, gegen welche Regel verstoßen wurde, eingreifen oder die Kinder auffordern, es mit dem anderen Kind selber zu klären.

Beschreibung des Freispiels-/ Bildungsimpulses

Da die Kinder während meiner Beobachtung sehr oft hohe Türme gebaut haben, wurde so lange gebaut, bis ihnen die Steine ausgingen. Hypothese: Sie hätten wahrscheinlich noch höger gebaut. Dies habe ich, wie mir auffällt, nicht spezifisch bei meinen Beobachtungen vermerkt. Jedoch bemerkt man auch bei meinen Beobachtungen, anhand des Kontextes, wenn man die Handlungen der Kinder hinterfragt. So kam es mehrmals zum Streit, wo sich die Kinder Steine  gegenseitig wegnahmen. Mein Bildungimpuls bietet die Möglichkeit, dass mehrere Kinder mit den Steinen spielen können, da mehr Steine vorhanden sind. So bin ich zu dem Entschluss gekommen,  das es sinnvoll ist,  auf dem Bauteppich den Kindern einen Uhl-Bauwagen anzubieten,  um das Interesse der Kinder am Bauen zu fördern,  Streitigkeiten zu minimieren und den Kindern ein hochwertiges Spielmaterial an zu bieten.

Aus all meinen Beobachtungen kann man erkennen, dass die Kinder viel Spaß am Bauen haben. Obwohl sie das auf dem Bauteppich ausliegende Material auch anders benutzen können, beispielsweise mit den Tüchern Bilder legen. Den Uhl- Bauwagen werde ich nach dem Morgenkreis, aus gegebenen Anlass, auf dem Bauteppich platzieren. Die Kinder bekommen so die Möglichkeit das Material frei zu erkunden. Im Abschlusskreis werde ich dann mit den Kindern genauer besprechen, wie man einen Uhl- Bauwagen einräumt (durch das aneinander legen von Quadern)

Zielsetzung des Freispiels mit dem ausgewählten Impuls


Das Ziel meines Impulses ist es,  den Kindern ein Spielmaterial zu bieten, welches ihre Bedürfnisse des Experimentierens mit den Bausteinen gerecht wird. Wenn die Kinder die Bausteine annehmen,  bauen und sich erproben, ist mein Ziel zunächst erreicht. Ich habe mich für den Uhl-Bauwagen entschieden, da dieser durch die Kastenform Quaderförmig angeordneten Bausteinen den Kindern unterschwellig eine mathematische Gesetzmäßigkeit zeigt und den Kindern hilft, bauen als eine Art der spielenden Raumgestaltung wahrzunehmen. Die Kinder  können so,  wie Frau Uhl bereits feststellte, ich zitiere:  “Das Kind nimmt seine Umwelt, Raum und Dinge in sich auf, indem es sie umgeformt, umgestaltet, aus sich herausstellt” (Uhl 1948, S. 11)” 

Vorbereitungen

Ich habe schon im Vorfeld immer mal wieder Türme mit den Kindern auf dem Bauteppich aus größeren Bausteinen gebaut, welche die Kinder jetzt öfters alleine nachgebaut haben, wie aus meinen Beobachtungen hervorgeht. Besonders Ratmir hat dies sehr gut aufgenommen.  Also habe ich mir Gedanken gemacht, wie man dies weiter ausbauen kann und mir ist der Uhl-Bauwagen eingefallen,  da wir diesen in der Schule besprochen haben. So habe  ich den Kindergarten gefragt,  ob ein Uhl-Bauwagen vorhanden ist. Diesen werde ich vor Beginn der Gruppe unbemerkt platzieren und dann während der Freispielphase auf den Bauteppich stellen, ohne die Gruppe zu verlassen.

Geplante Durchführung der Freispielbegleitung

Beginn

Ich begrüße alle Kinder:” Guten Morgen, (Name),” sehe sie dabei an und warte ihre Reaktion ab.

Anschließend begrüßen wir uns alle gegenseitig im Morgenkreis

Hauptphase

Ich warte ab bis sich die Kinder verteilen und von alleine beschäftigen. Fragen der Kinder werde ich umgehend klären; beispielsweise,  wenn ein Kind auf den Bauteppich möchte, sodass ich unsichere Kindern einen kurze Überblick geben, wie sie sich beschäftigen können.

Sobald  alle Kinder eine Beschäftigung gefunden haben und der Augenblick passt, werde ich den Uhl-Bauwagen auf den Bauteppich ziehen. Diese Kiste werde ich dann auf dem Bauteppich verteilen. Wenn die Kinder diesen Impuls von sich aus annehmen, werde ich nicht eingreifen und die Kinder erst einmal spielen lassen.

Sollten die Kinder den Uhl-Bauwagen nicht annehmen und trotzdem noch mit dem anderen Spielmaterial spielen, werde ich  ein Kind ansprechen, welches ich die letzten Tage auch beobachtet habe und es auffordern mit mir einen Turm zubauen.

Als Hilfestellung werde ich wenn ich die Notwenigkeit sehe eventuell, das Fundament, also die ersten 3 Reihen des Turmes mit einem Kind bauen. Ich werde mich bemühen, so wenig wie möglich einzugreifen und die Kinder frei spielen lassen.

Wenn eines der Kinder mit mir spielen möchte, werde ich je nach Situation ihm ein anders Kind vermitteln, welches gerade eventuell kein Spiel(Partner) hat.
“Guck mal! (Name),  es gib noch genug andere Kinder! Frag doch mal, ob er(sie) mit dir spielen will… “

Alternativ werde ich je nach Notwenigkeit mitspielen und bei gegebener Stelle ein anders Kind für mich weiterspielen lassen und mich zurückziehen.

Abschlussphase

Ich werde den Impuls nicht beenden und sehe ihn als erste Einleitung, in das Thema: Bauen/Konstruieren. Die gebauten Sachen der Kinder werden wie immer auch noch nach dem Freispiel stehen gelassen und nur nicht verwendete Steine aufgeräumt. Ich werde die Bauwerke der Kinder fotografieren und das Foto im Gruppenraum aushängen.

Das Freispiel wird wie immer beendet und es folgt der Abschlusskreis

So weiß ich, welche Kinder anwesend sind und empfange sie gleichzeitig. Ich  schätze  das Kind wert und erfahre je nach Reaktion, was dem Kind wichtig ist.

Ich gebe den Kindern so nicht vor, wo sie spielen sollen. Es ermöglicht ihnen, sich das Freispiel auch wirklich frei auszusuchen. Ich gebe nur Hilfestellung, wenn ein Kind eine Beschäftigung findet. So stören sie  die anderen Kinder nicht oder bekommen Langeweile.
Ferner gehört es zu meinen Aufgaben.

Um das Material für die Kinder interessant einzubringen und zu präsentieren. Da das neue Spielmaterial erkundet werden soll.

Um so den Einstieg zu erleichtern und eventuell andere Kinder dazu bringen mit dem Material zu spielen.

Da ich so  den Kindern eine Möglichkeit zeige mit den Steinen zu spielen und das Interesse steigere.

Um den Kindern während des Freispiels so viel Freiraum wie möglich zu lassen. Da ich die Gesamtgruppe im Überblick haben muss und ich mich während des Spiels nicht vom Spiel abwenden möchte. So  kann ich mich auf die Gesamtgruppe konzentrieren  und den unsicheren Kindern Hilfestellung bieten. Da ich noch weitere Sachen mit den Steinen machen möchte und es wenig Sinn ergeben würde, diese nur einmal zur Verfügung zu stellen.


Ordnung schaffen, um die Werke der Kinder zu schätzen und diese bei weiteren thematisierten  Aufgabenstellungen als Erinnerungstütze nehmen kann. Des Weiteren bestärkt es das Interesse der Kinder!

Literaturangaben / Quellen *

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